Immer Ärger mit Harry

 USA 1956

The Trouble With Harry

Komödie 99 min.
7.20
film.at poster

Eine Handvoll Menschen versucht, eine Leiche verschwinden zu lassen.

Ein toter Mann liegt in den herbstlich gefärbten Wäldern New Englands. Doch niemanden scheint dies besonders aufzuregen. Weder Captain Albert Wiles, der glaubt, ihn versehentlich durch eine verirrte Kugel erschossen zu haben, noch seine Frau, deren Sohn oder die alte Miß Gravely. Zusammen mit dem exzentrischen Künstler Sam Marlowe, der sich zu der verschworenen kleinen Gemeinschaft gesellt, versuchen sie die Leiche verschwinden zu lassen, denn irgendwie fühlen sich alle ein wenig schuldig an Harries Tod.

Allerdings ist es nicht so einfach einen toten Mann zu verstecken, und dann ist da ja auch noch die Polizei, die sich gerne in alles Mögliche einmischt...

Aber auch wenn der Regisseur Hitchcock heißt, wir befinden uns in einer - schwarzen - Komödie, daher finden wir am Schluß zwei Paare glücklich vereint, und der arme Harry hat endlich seine Ruhe.

Details

Edmund Gwenn, Shirley MacLaine, John Forsythe
Alfred Hitchcock
Bernard Hermann
Robert Burks
Michael Hayes

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Herzschlag im Indian Summer
    Hier hat sich Hitchcock zum ersten und letzten Mal an eine Komödie gewagt. Und da muss es natürlich eine ‘Schwarze‘ sein. Leider hat er die Spannung etwas vernachlässigt und die langen Dialoge sprühen auch nicht gerade vor Esprit. Alles ist etwas betulich. Dabei ist die Handlungsführung ganz interessant. Damit meine ich nicht das ständige Aus- und wieder Eingraben des guten Harry, sondern das allmähliche Entschlüsseln seiner Person, die sich wiederholenden Gags mit dem lesenden Landarzt, die an Freddie Frinton erinnern und die sich mehrmals von selbst öffnende Schranktür.
    Die Handlung ist in ein farbenprächtiges, ländliches Idyll zur Zeit des Indian Summer eingebettet. Dazu passt die doppelte Liebesgeschichte und der finanzielle Erfolg des Malers Sam Marlowe (sic!) (John-Denver-Clan-Forsythe). Die Fülle an Harmoniebedürfnis rückt den Film in die Nähe einer Schmonzette. Nur das würde ja niemand wagen, dem Master of Suspense zuzuschreiben. Da wird dann eher der leise, subtile Humor betont, auf dem die Patina der Vergänglichkeit ruht. Heute wirkt der Film verharmlosend schlicht und zwar so weit, dass man sich schon beinahe wieder über diesen Harry ärgern kann. Selbstverständlich gibt es auch einige ganz nette Facetten, wie die muntere Rolle von ‘Nachwuchsstar‘ Shirley MacLaine, den Aufmacher des Films oder die ‘Stille Post‘ am Ende mit dem Lösungswort ‘ Doppelbett‘.
    Alf kann halt Krimis besser.