Intacto

 Spanien 2000
Thriller 108 min.
6.90
film.at poster

Manche Filme sind einfach cool. In Hollywood gibt es sie nicht allzu oft, obwohl jeder Film dort nichts anderes sein will. Keinen Zweifel gibt es daran, dass Intacto vor Coolness nur so strotzt. Frederico hatte einst Glück, als er von einem Erdbeben verschont blieb, aber sein Glück wurde vom alten Sam, einem Holocaust-Überlebenden, der in einem alten Casino lebt, gestohlen. Frederico sieht in Tomás, dem einzigen Überlebenden eines Flugzeugabsturzes, jenen Mann, der ihn rächen und ihm sein Glück zurückbringen könnte. Die Drehbuchautoren Andrés Koppel und Juan Carlos Fresnadillo gehen von der Idee aus, dass Glück nicht etwas Zufälliges ist, sondern eine quasi natürliche Gabe an einige Auserwählte, die noch dazu die Fähigkeit haben, anderen ihr Glück zu rauben und damit riskante Spiele zu spielen. Die Mitglieder dieser Geheimgesellschaft treffen sich an entlegenen Orten und wetten. Der Einsatz sind Fotos von Leuten, deren Glück sie gestohlen haben. Der ultimative Kick besteht darin, mit dem alten Sam Russisches Roulette zu spielen; für den Gewinner gibt es tausende solcher Fotos. Die Kameraarbeit in diesem Thriller ist dem sparsamen, stilisierten Dialog angemessen, und die Geschichte und ihre Wendungen halten uns in atemloser Spannung, die kaum auszuhalten ist. Ein Film, wie ihn Hollywood wohl gerne drehen würde, und ein sicherer Kandidat für ein amerikanisches Remake. (Shan Fowler) Dieser übernatürliche Thriller, der an die Geheimgesellschaften in vielen Cronenberg-Filmen denken lässt, besticht durch seine perfekte optische Umsetzung; er fegt mit Elan von einem Schauplatz zum anderen. In einer besonders aufregenden Szene rasen Leute mit verbundenen Augen durch einen Wald, um festzustellen, wer von ihnen am meisten Glück hat. Sieger ist derjenige, der zum Schluss noch steht, weil er nicht in vollem Tempo gegen einem Baumstamm gekracht ist. (Pablo Kjolseth)

Details

Mónica López (Sara), Eusebio Poncela (Federico), Leonardo Sbaraglia (Tomás), Antonio Dechent (Alejandro), Max von Sydow (Sam), Guillermo Toledo (Horacio), Alber Ponte (Saras Mann), Andrea San Vicente (Saras Schwester)
Juan Carlos Fresnadillo
Lucio Godoy
Xavier Jiménez
Juan Carlos Fresnadillo, Andrés M. Koppel
Lions Gate 4553 Glencoe Avenue, Suite 200 Marina Del Rey, CA 90292, USA T 310 314 2000 jmontero@lgecorp.com

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Viennale Part 5
    Also zuallererst, die idee finde ich schon mal absolut witzig und interessant !
    Das einzige problem ist vielleicht das das ganze von vielen Zusehern nicht akzeptiert werden wird.
    Es ist vom Gedankengang schon etwas sehr krank.
    Aber wie auch immer, das wirklich blöde am ganzen war das zwischendurch von spanisch (mit englischen Untertiteln) auf englisch gechanged wurde, und das von Leuten deren englisch genauso klingt wie ihr spanisch, und bis man da dann geistig umschaltet isses schon zu spät *gg*
    Dementsprechend war der Filmgenuß etwas eingeschränkt.
    Wer ne witzig kranke Filmidee sehen will, soll sich aber nicht abschrecken lassen (spätestens wenn die deutsche fassung in den Kino's ist)