It's a free world

 GB/D/I/E/PL 2007
12.12.2008 96 min.
7.00
It's a free world

Ken Loachs neuestes Werk geht unter die Haut und öffnet die Augen. Es zeigt das Elend in unseren Vorstädten, sowie die wenigen Gewinner und vielen Verlierer unser "freien Welt"...

Angie (Kierston Wareing), 33, hat zwar keine höhere Ausbildung, dafür aber Power, Witz und Ambitionen - nämlich ihr Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen. So entscheidet sie sich, nach einer weiteren Entlassung, ihr Wissen zu nutzen und gründet mit ihrer Zimmerkollegin Rose (Juliet Ellis) eine eigene "Agentur", wo die beiden Frauen billige ausländische Arbeitskräfte für englische Arbeitgeber rekrutieren.

Doch Angie gerät dabei immer tiefer in einen teuflischen Strudel aus Betrug, Skrupellosigkeit und moralischem Verfall. Sie zerkracht sich mit ihrer Familie und vernachlässigt ihren Sohn. Schlussendlich wirft auch Rose das Handtuch, und Angie wächst die Sache endgültig über den Kopf...

Details

Kierston Wareing, Juliet Ellis, Leslaw Zurek, Joe Siffleet, Colin Caughlin, u.a.
Ken Loach
Paul Laverty
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User Kritiken

  • Spiegelbild der Welt
    In den Filmen von Ken Loach stehen immer die Arbeitnehmer im Mittelpunkt. In seinen Working Class Dramen hat er oft teils mit Humor teils mit krassen Realitätsschilderungen beeindruckt. Wobei er immer sehr sensibel und mit großer Sachkenntnis zu Werke geht. Sein Herz schlägt unüberhörbar links. Jetzt hat er sich die Arbeitsvermittlung von illegalen Einwanderern vorgenommen. Hier versucht Angie (Kierston Wareing) mit einer Ich-AG Fuß zu fassen. Zwangsläufig gerät sie in die Illegalität und holt sich mehrmals gelinde gesagt eine blutige Nase. Doch ihre Geldgier ist so übermächtig, dass sie alle moralischen Skrupel beiseite wischt und unbeirrt konsequent ihren Weg macht. In der Ellenbogengesellschaft herrscht ein knallharter Konkurrenzkampf. Mindestlohn ist ein Fremdwort, Ausbeutung an der Tagesordnung. Ohne Partei zu ergreifen schildert Loach, wie hart es in der Branche zugeht und das macht betroffen. Lediglich zwei Randfiguren (Vater und Freundin) stellen die berechtigten Fragen, die eigentlich selbstverständlich sein müssten. Angies Reaktionen zeigen aber, wie begrenzt ihre Einsichten sind, wie eng ihr kapitalistischer Tunnelblick ist und wie skrupellos sie die nächste noch so kleine Chance ergreift weiterzumachen. Diese sogenannte ’freie Welt’ ist kalt und brutal.