Jannie Totsiens

 Südafrika 1970
Drama 92 min.
6.70
film.at poster

Jans Rautenbach nutzt in Jannie Totsiens das Setting einer psychiatrischen Anstalt in allegorischer Weise: Er erzählt von der "Verrücktheit", die durch den Apartheid-Staat hervorgerufen wird, und von der schizophrenen Ideologie des Afrikaner-Nationalismus samt seiner starken Bezugnahme auf christliche Werte. Der Film schlüpfte 1970 durch die Zensur, weil er als zu intellektuell angesehen wurde; und tatsächlich floppte er an den Kinokassen.

Jans Rautenbach, der heute kommerziellere Pfade beschreitet, gilt als einer der Pioniere und auteur des südafrikanischen Kinos, dessen Arbeit von der Tradition der Afrikaans-Literatur geprägt ist. Darüber hinaus war er vom europäischen Film, insbesondere der Nouvelle Vague und dem deutschen Expressionismus beeinflusst. Speziell letzterer findet hier seinen Niederschlag - der Filmtheoretiker John van Zyl stellt eine enge Verbindung zwischen dem Film und Siegfried Kracauers Buch From Caligari to Hitler her. (filmmuseum)

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Cobus Rossouw, Jill Kirkland, Katinka Heyns, u.a.
Jans Rautenbach
Jans Rautenbach

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