Jüdisches Glück

 UdSSR 1925

Jewjrejskoje Stschasje

Drama 100 min.
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Menachem Mendl hat zwar eine große Familie, aber kein Geld, sie zu ernähren. Er träumt davon, ein international agierender Händler zu sein, der mit seinen Geschäften Millionen umsetzt. Stattdessen schlittert der Luftikus von einem missratenen Geschäft zum nächsten - um einmal mehr grandios zu scheitern.

Eines Tages stolpert er über ein Buch mit den Adressen potenzieller Brautleute und beschließt begeistert, ein »Shadkhn« (Heiratsvermittler) zu werden. Er sieht schon ganze Wagonladungen von Bräuten an ihm vorbeiziehen, die er in die Staaten »exportieren« will. Was folgt, ist vergnügliches Chaos und Burleske vom Feinsten. Die der Vorlage, dem wunderbaren Briefroman Scholem Alejchems - notabene mit den Zwischentiteln Isaak Babels -, in nichts nachsteht.
Vorwiegend an Außenschauplätzen in Berdyiv/Berdichev, einem ehemaligen jüdischen Zentrum in der Ukraine, gedreht, wirkt JÜDISCHES GLÜCK zeitweise wie ein Dokumentarfilm, Altmans Ausstattung gibt dem Film ethnografische Tiefe. »Kein späterer sowjetischer Leinwandstreifen«, schreibt Jim Hoberman, »hat je wieder so wohlwollend auf die Kultur des "Schtetls" geblickt und sie so offen und freimütig aufgezeichnet.« Für den zeitgenössischen Kritiker Khrisanf Khersonski war der Filmheld »ein jüdischer Don Quichotte, der mal komisch, mal berührend aber auch bitter-sarkastisch oder melancholisch sein kann.«

Details

Solomon Mikhoels , Moisei Goldblat, Tamara Adelheim, S. Epstein, I. Rogaler
Alexis Granowsky
Vasili Khvatov, N. Strukow, Eduard Tisse
Grigori Gritscher-Tscherikower, Boris Leonidov und Isaak Teneromo nach einem Roman von Scholem Alejchem

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