Your Friends

 J 2008

Kimi no tomodachi

Drama 125 min.
6.90
film.at poster

Emi ist Mitte zwanzig und benötigt seit einem Unfall in ihrer Kindheit einen Gehstock. Sie ist Lehrerin und unterrichtet an einer Schule für Kinder mit Sozial- oder Entwicklungs-Problemen. Als eines Tages der Fotograf Nakahara an Emis Schule Aufnahmen macht, zeigt er sich von ihr fasziniert; und während er sie langsam kennen lernt, erfahren wir ebenfalls Stück für Stück von Emis Vergangenheit: Da ist nicht nur die Geschichte ihres Unfalls, sondern da sind vor allem Erzählungen über Yuka, ihre beste - und gut möglich einzige wahre - Freundin, die sie je hatte und die sie bis heute nicht vergessen kann. Diese Freundschaft ist indirekt mit Emis Unfall verbunden, denn auch Yuka war von Kindheit an - aufgrund eines Nierenleidens, das lange Spitalsaufenthalte mit sich brachte - eine Außenseiterin. Die Beziehung wurde zu einem Band, das die Mädchen über die nächsten fünf Jahre eng miteinander verbinden sollte. Your Friends, der jüngste Film des ehemaligen Pink-Film-Regisseurs Hiroki Ryuichi, stellt eine entscheidende Veränderung für den Filmemacher dar. Denn Your Friends beinhaltet weder Sex noch Gewalt, die - genrebedingt fixe Bestandteile seiner bisherigen Arbeiten -, über Jahre hinweg die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Und doch ist der Film in seinen wichtigsten Aspekten eindeutig als eine Arbeit Hirokis auszumachen, denn obwohl sein Schaffen jahrelang spezifisch festgelegt und rezipiert wurde, war das Schlüsselelement Hirokis schon immer ein anderes: Es war und ist eine überwältigende emotionale Intimität, und dieser Faktor kommt nunmehr voll zum Ausdruck. (Todd Brown)

(Text: Viennale 2008)

Details

Ishibashi Anna (Emi), Kitaura Ayu (Yuka), Fukushi Seiji (Nakahara), Yoshitaka Yuriko (Hanai)
Hiroki Ryuichi
Ashizawa Akiko
Saito Hiroshi nach einer Erzählung von Shigematsu Kiyoshi

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken


  • Erste wenn man so will "ernsthafte" Arbeit des ehemaligen Pink-Movie-Regisseurs Hiroki. Offenbar aber von einer tiefen Intimität, die viele frühere Arbeiten des Filmemachers - trotz des festgelegten Topos - auch schon kennzeichnete, nur diesmal ganz ohne Sex und Gewalt.