Klimt

 A/D/GB/F 2006
Drama, Biografie 03.03.2006 97 min.
5.10
film.at poster

Eine virtuose Hommage an den Ausnahmekünstler Gustav Klimt, vor dem historischen Hintergrund des Fin de Siècle.

Ruiz versetzt uns in das Jahr 1918. Klimt liegt auf dem Sterbebett. Schiele, dem als einzigen Zutritt gewährt wird, zeichnet seinen Freund und Mentor. Klimts Fiebervisionen führen ihn zurück in den Österreich- Pavillon der Pariser Weltausstellung 1900, wo ihm für sein Werk "Philosophie" die Goldmedaille verliehen wird. In Paris kommt es auch zu Begegnungen mit dem Filmzauberer Méliès, mit der mysteriösen Tänzerin und mit dem 'Staatssekretär', einer väterlich-beklemmenden Figur, die Klimt wie ein Schatten durch den Film begleiten wird.

Neben seiner sich niemals erfüllenden Leidenschaft zu der ewig entgleitenden Tänzerin sind Klimts Kampf um die künstlerische Freiheit sowie seine lebensbegleitende aber platonische Beziehung zu Emilie Flöge die Haupthandlungsstränge des Films. Raoúl Ruiz vermittelt in einer außergewöhnlichen visuell und musikalisch großartigen filmischen Allegorie das Leben des Künstlers.

Details

John Malkovich, Veronica Ferres, Nikolai Kinski, Saffron Burrows, Stephen Dillane, Miguel Herz-Kestranek u.a.
Raoul Ruiz
Jorge Arriagada
Ricardo Aronovich
Raoul Ruiz
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Schwachsinn ohne Ende
    Leute spart´s die Kohle. Dieser Film ist unerträglich. Ein Schiele der in jeder Szene die Finger spreizt, dutzende nackte Frauen huschen meist ohne Grund durch´s Bild, eine Filmmusik mit Latino Einschlag, eine lächerliche Ferres und ein Malkovich in seiner wohl schlechtesten Rolle. Wer immer hier die Detailinfo verfasst hat, sollte dies in Zukunft bleiben lassen. Mehrere Besucher haben während der Vorstellung den Saal verlassen.

    Re:Schwachsinn ohne Ende
    Also wenn Du auf mein Posting anspielst kann ich nur sagen, dass jedem eine eigene Meinung zusteht. Auch habe ich den Film nicht in den Himmel gelobt, ganz im Gegenteil. Nur weiß ich eben wie schwer es ist einen Film zu machen, bzw. einen guten noch dazu. Auch bin ich nicht einer der alles schlecht redet. Sehr wohl habe ich Kritik geübt, aber verrate mir wann hat man denn zum letzten Mal so viele österreichische Schauspieler auf der Leinwand gesehen. Ich bleibe bei meiner Meinung das Ambiente des 19Jhd. ist für mich sehr gut rübergekommen, auch wenn es an dem schlechten phantasiemärchen rund um Klimt nichts ändert.

  • Phantasiemärchen Gustav Klimt
    Imposante Kostüme und Origanalschauplätze bringen einem das Wien zwischen 1900 und 1918 nahe. Zu dieser Zeit Patient im Krankenhaus gewesen sein zu müssen, war sicher keine Freunde. Auch wenn man zahlreiche österreichische Schauspieler seit langem wieder einmal auf einer Filmleinwand bewundern kann und einem wie immer ausgezeichneten John Malkovic, reicht all das wohl nicht aus um sich dieses Phantasiemärchen rund um Gustav Klimt umbedingt ansehen zu müssen. Die Ständigen rotierenden Hintergründe bei den Gesprächen haben bei mir schon Schwindel ausgelöst. Ein Wort zur Geschichte: Gut die Grundstimmung von uns Wiener ist etwas depressiv, aber warum wir auch immer alle als Wahnsinnig dargestellt werden bleibt mir ein Rätsel.

    Film als Kunst?
    Historischer Hintergrund hin oder her. Vielleicht muss man den Film als Kunstwerk betrachten und nicht als Tatsachenbericht? Hat Schiele in seinen aberdutzend Selbstbildnissen nicht immer gern seine Finger gespreitzt? Und wer weiß ob er das auch nicht in Wirklichkeit getan hat? Wenn nicht, auch egal. Wer an Schiele denkt, denkt an die Ästhetik seiner Bilder und ich finde, dass solch eine Selbstdarstellung gut in einen Kunstfilm passt. Es kommt eben immer auf die Betrachtungsweise an.

  • timing ist nicht alles
    die plumpe darstellung wiens und seiner "denker" um 1900, gekoppelt mit psychodelischen phantasien und manch unbekleideter frau täuschen kaum über die ausdrucklose darstellung aller, insbesondere der beiden hauptfiguren hinweg. besonders traurig hier die ebenmässig uninspirierte ausstrahlung des sonst starken john malkovich - bei ferres gabs nicht viel, was zu enttäuschen gewesen wäre. am besten, wenn auch - oder gerade weil - wortkarg gibt sich der junge schiele.

    insgesamt ein film, der ab minute 5 zum trauern um den eintrittspreis einlädt, ab minute 30 nur noch ärger erregt bis man, wenn eingesperrt sitzend, schließlich resigniert. eine herbe filmische enttäuschung die einzig ob ihres einzigartigen timings erfolg haben wird.

  • Peinlich
    besonders peinlich ist die darstellung von schiele (ein bisschen wie eine misslungene schulaufführung). kaum schöne bilder (gemeint sind einstellungen) und viel schulpsychologie über den weg gewaltsamer allegorien als substitut für einen handfesten plot (der ja nicht sein muss, aber eine schwachen film noch wenigstens unterhaltsam machen kann)

    Resümmee: sicher kein wurf, nicht mal gutes handwerk, manchmal so peinlich, dass dir die schamesröte ist gesicht steigt

  • warnung!
    achtung, dies ist eine sicherheitsdurchsage zum schutz von zeit, geld und aufmerksamkeit: dieser film ist an langeweile und miesen geschmiere (der schauspieler, nicht des malers) kaum zu überbieten. wenn man schon eine künstlerbiographie aus dramaturgischen gründen ins reich der fantasie verbiegt, dann bitte doch nur deswegen, damit die geschichte interessanter wird. dieser regisseur (der in insiderkreisen als absolutes fadgas gilt) hat es allerdings geschafft, die figur des klimt völlig aus dessen tatsächlicher vita zu hebeln, und erzeugt damit nur grenzenlose fadesse. schade um john malkovich!

    Re:warnung!
    kann mich dem nur anschließen....so einen schwachen Film hab ich noch nie gesehen....echt schade um die sonst so tollen Schauspieler!!!!!!!!!!