Men on the Bridge

 D/TK/NL 2009

Köprüdekiler

Drama 87 min.
6.70
Men on the Bridge

Auf der Bosporusbrücke kreuzen sich die Lebenswege dreier junger Männer.

In Istanbul, der einzigen Stadt, die sich über zwei Kontinente erstreckt, steht die Bosporusbrücke, der imaginäre Grenzübergang zwischen Asien und Europa. Dort kreuzen sich täglich die Lebenswege der unterschiedlichsten Menschen mit ihren Geschichten, Träumen und Hoffnungen - auch die dreier junger Männer. Einer von ihnen ist der Sammeltaxifahrer Umut, dessen Frau Cemile von einem Leben mit höherer gesellschaftlicher Anerkennung träumt. Der Rosenverkäufer Fikret hat genug vom illegalen Straßenverkauf auf der Bosporusbrücke, und sucht einen regulären Job. Der Verkehrspolizist Murat, der allabendlich in seine leere Wohnung zurück kehrt, sucht wiederum in der 15-Millionen-Metropole per Internet nach der großen Liebe.

Details

Fikret Portakal, Murat Tokgöz, Umut Ilker, Cemile Ilker
Aslι Özge
Emre Erkmen
Aslι Özge

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Job, Miete, Frau
    Das titelgebende, symbolische Band, das die Akteure miteinander verbindet, ist die Brücke über den Bosporus. Hier bekommen wir anhand von drei gut gewählten Figuren (Rosenverkäufer, Taxifahrer und Polizist) einen interessanten Einblick ins ganz normale Leben in der heutigen Türkei. Wir werden mit allzu menschlichen Schwierigkeiten konfrontiert, wie sie fast überall auf der Welt existieren. Es geht um Jobsuche ohne Ausbildung, Eheprobleme wegen finanzieller und sexueller Meinungsverschiedenheiten und Heiratswünsche via Internet.
    Aber auch typisch türkische Phänomene werden beleuchtet: wie etwa der Nationalismus, dem mit Militärparaden und Feuerwerk gefrönt wird. Und es gibt Gespräche darüber, was man im Lande so allgemein von der PKK hält. Auch die weitverbreitete Ansicht, dass die Feinde der Türkei die westlichen Imperialisten sind, die vom zionistischen Kapital finanziert werden, kommt zur Sprache.
    Regisseurin Asli Özge kann das gelassen distanziert von ihrem Berliner Domizil aus so sehen. Die Laiendarsteller aus seiner Heimat sollten dem Film wohl Authentizität verleihen, agieren aber etwas hölzern. So wird der dokumentarische Charakter noch stärker unterstrichen. Es entsteht auch kein neues Bild vom kleinasiatischen Staat. Wir sehen, was wir bereits kennen, vielleicht hier global eingefärbt.