Kurzfilmprogramm Wim Wenders

 
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Wim Wenders frühe Kurzfilme sind durch die Perspektive des geduldigen Beobachters gekennzeichnet, durch das Etablieren und Kippen filmischer Standardsituationen.

Sein Interesse für den Genrefilm, dem er sich abseits repräsentativer Ästhetik mittels sequentieller Erzählschübe annähert, lässt sich schon an den erhaltenen Szenen seines Debütfilms SCHAUPLÄTZE, die in SAME PLAYER SHOOTS AGAIN eingegangen sind, nachweisen. Wie später auch in SILVER CITY und ALABAMA finden sich hier Elemente und Konventionen des Gangsterfilms, denen Wenders nach und nach auch eigene erste Ansätze eigenständiger Narration hinzufügt. Dies gilt auch für DREI AMERIKANISCHE LP'S, der ersten Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Peter Handke, in denen, dem Drehort München zum Trotz, imaginative Entwürfe US-amerikanischer Bildwirklichkeit geboten werden. Wesentlich für diese Arbeiten ist vor allem der Wunsch, filmische Aktion und klassische Erzählung zu minimieren und stattdessen Räume für die Imagination des Publikums aufzuschließen, dieses also aktiv an der Erzähl-Arbeit dieser Kurzfilme zu beteiligen. (tb)

SAME PLAYER SHOOTS AGAIN BRD 1968

SILVER CITY BRD 1969

POLIZEIFILM BRD 1969

ALABAMA: 2000 LIGHT YEARS FROM HOME BRD 1969

DREI AMERIKANISCHE LP'S BRD 1969

REGIE: Wim Wenders

LÄNGE: 86 Minuten (insgesamt)

(Text: Filmarchiv Austria)

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