La Vallée

 F/Neuguinea 1972
Independent 106 min.
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La Vallée erzählt die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach dem Paradies, die sich schließlich unter Stammesangehörigen in den Wäldern Neuguineas wiederfindet: Viviane ist die Frau eines französischen Diplomaten, der nach Melbourne berufen wird, wo sie sich einer Gruppe von Forschern anschließt, die auf Entdeckungsreise nach einem unbekannten, wolkenverhangenen Tal aufbricht. Für die junge Frau wird die Expedition zu einer Initiation und Suche nach dem Absoluten. Barbet Schroeder gab 1969 sein Regiedebüt mit More, einem hinsichtlich seiner Verbindung von Drogen, Sex und Hippie-Kultur bahnbrechenden Film, der in zahlreichen Ländern zensuriert wurde. Der speziell für den Film geschaffene Pink Floyd-Soundtrack verhalf diesem zu einem bis heute andauernden Kultstatus. La Vallée, abermals mit der Musik von Pink Floyd, kann als legitimer Nachfolger betrachtet werden. Schroeders Filme sind von einer Faszination mit den «Unterseiten» des Lebens geprägt, wo das «Perverse» zum Normalen wird. Sie sind ebenso von einer fast schon versengenden Abenteuerlichkeit geprägt. La Vallée ist ein weiteres solches Abenteuer: ein Abenteuer, wie es Werner Herzogs Aguirre im peruanischen Dschungel erlebt oder Buñuels Robinson Crusoe auf seiner mexikanischen Insel. Die Zivilisation verschwindet, und mit ihr auch die Zurückhaltung. Die Protagonisten sind dem Dschungel überlassen, dem Mysteriösen und sich selbst. Und so wie in allen ethnografischen Filmen liegt auch hier die Hauptfaszination in der Wahrnehmung des Abenteuers und des Unbekannten, der Stimulation unserer Sinne und dem Gefühl, dass wir tief zu den Wurzeln und Quellen graben, dass Natur und Humanität entblößt vor uns liegen werden. (Michael Wilmington)

(Text: Viennale 2006)

Details

Bulle Ogier, Jean-Pierre Kalfon, Michaël Gothard, Valérie Lagrange, Jérôme Beauvarlet, Monique Giraudy
Barbet Schroeder
Pink Floyd
Nestor Almendros
Barbet Schroeder

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