Lady Vengeance

 Südkorea 2005

Chinjeolhan geumjassi

Drama, Action 02.02.2007 112 min.
7.70
Lady Vengeance

13 Jahre saß Lee Geum-ja im Gefängnis - Zeit genug, um einen teuflischen Racheplan zu schmieden, den sie nach ihrer Entlassung sofort verwirklichen möchte.

13 Jahre saß die bildschöne Lee Geum-ja (LEE YOUNG-AE) im Gefängnis: Als 19-Jährige war sie mit ihrem erschütternden Geständnis, einen fünfjährigen Jungen entführt und ermordet zu haben, zu trauriger Berühmtheit gekommen. Im Gefängnis galt sie als reuig, als vorbildliche Insaßin, als gutherziger Engel. Nach ihrer Entlaßung ist davon nichts mehr übrig: Geum-ja zieht als Engel der Rache in die Welt: All die Jahre hat sie eine Täuschung aufrecht erhalten, um in aller Ruhe ihre Vergeltung zu planen und Freunde um sich zu sammeln, die ihr nun bei der Durchführung ihres Plans helfen. Geum-jas Rache gilt ihrem einstigen Kindergartenlehrer, Mr. Baek (CHOI SIN-MIK) - und sie wird unerbittlich sein. Was ist vor 13 Jahren vorgefallen? Warum trägt Geum-ja diese Rache in ihrem Herzen? Und wohin wird ihre Reise sie führen?

Nach den weltweit gefeierten Kultfilmen SYMPATHY FOR MR. VENGEANCE (2002) und OLDBOY (2003; Großer Preis der Jury in Cannes) beschließt der koreanische Meisterregißeur Park Chan-wook (JSA - JOINT SECURITY AREA) seine ebenso fulminante wie bedingungslose Rache-Trilogie nun mit LADY VENGEANCE - dem besten Film seiner Karriere, die koreanische Antwort auf Quentin Tarantinos KILL BILL, eine gewaltige Parabel über menschliche Abgründe.

Details

Du-na Bae, Min-sik Choi, Hye-jeong Kang u.a.
Chan-wook Park
Seung-hyeon Choi, Yeong-wook Jo, Seok-joo Na
Jeong-hun Jeong
Seo-Gyeong Jeong, Chan-wook Park
3L

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die schöne Killerin
    Für diesen Film muss man sich von seinen vertrauten Sehgewohnheiten verabschieden. Es kommen ganz unterschiedliche Erzählweisen zum Einsatz. Es beginnt dokumentarisch mit märchenhaften Einschüben, poetischen Bildern und führt direkt in die Realität. Dazu gibt es einen Kommentar, vorauseilende Traumsequenzen und viele abrupte Schnitte. Es wird gesungen, auf Englisch parliert mit deutscher Übersetzung und völlig unvorbereitet in eine ganz andere Szenerie eingetaucht, oft in Begleitung klassischer Musik. Dabei fliegen schockierende Bilder und mörderische Szenen vorbei. In diesem mosaikartigen Labyrinth findet man sich nicht immer gleich zurecht. Es wird nicht alles erklärt, sondern eher überrascht. Allmählich schält sich eine Handlung heraus mit vielen Sprüngen, Lücken und Schockern.
    Es hätte eine Klamotte werden können. Ist es aber nicht, denn der Pfad des Grauens führt mangamäßig mit vielen quälerischen Facetten ins Skurrile, dann ins Makabre, um schließlich im Surrealen zu enden. Und diejenige, die diesen Weg geht, ist sehr hübsch, sehr cool und sehr brutal (Lee Yeong-ae). Ob Mord als Vergeltung eine Lösung ist, bleibt offen. Die Gruppe der Hinterbliebenen kann zwischen rechtsstaatlicher Anklage und Lynchjustiz an Ort und Stelle wählen. Das Ende kommt mit poetischem Schneegestöber. Stil ist alles, sogar grausam.

  • ein Muss für Asia-Filmfans ...
    ...und ein mehr als würdiger Abschluss der koreansichen Rache-Trilogie.
    Wertung: 9/10 auf der filmtipps.at-Skala