Der Teufel möglicherweise

Le diable probablement

F, 1977

Bressons gewaltiger vorletzter Film, eine von mitleidloser Verzweiflung geprägte Chronologie eines Todes.

Min.96

Dieser Film ist wie ein Mosaik konzipiert: Man sieht Charles und seine Freunde Michel, Edwige, Alberte und Valentin bei einem politischen Meeting. Dann folgen die Projektion eines ökologischen Films und das Wiedersehen von Charles und Alberte, die sich lachend auf ein Bett fallen lassen; danach ist die ganze Bande zusammen in einer Kirche, wo sie über den Katholizismus diskutieren. Edwige verkauft sich an einen Buchhändler. Ein Schüler nähert sich Charles und bittet ihn um Hilfe (Charles finanziert sein Leben durch Nachhilfestunden). Charles verweigert sie ihm und zeigt ihm den Satz, den er abgeschrieben hat: "Wann soll ich mich töten, wenn nicht jetzt?" Alberte zeigt Michel das Zyanid und die Notizen von Charles über Selbstmord. (...) Charles trifft Michel und teilt ihm mit, daß er Alberte heiraten will. Sie steigen in einen Autobus und philosophieren über die Ursprünge des Schlechten: "Le diable probablement" - der Teufel möglicherweise -, antwortet ihnen jemand. Genau in diesem Moment geschieht ein Unfall.(Stéphane P. Franck)Text: Viennale 98

  • Schauspieler:Antoine Monnier, Tina Irissari, Henri de Maublanc

  • Regie:Robert Bresson

  • Kamera:Philippe Sarde, Claudio Monteverdi

  • Autor:Robert Bresson

  • Musik:Philippe Sarde, Claudio Monteverdi

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