Les Géants

 F 2011
Drama 85 min.
6.70
film.at poster

Während des Sommers befinden sich Zak und Seth alleine und ohne Geld im Landhaus der Familie. Die beiden Brüder stellen sich wieder einmal auf langweilige Ferien ein. Aber in diesem Jahr treffen sie auf Danny, einen aufgeweckten Teenager aus dem Nachbardorf. Alle in einem Alter, wo alles möglich ist, schlittern sie in das Abenteuer ihres Lebens.

Details

Zacharie Chasseriaud, Martin Nissen, Paul Bartei, Marte Keller
Bouli Lanners
Jean-Paul de Zaetijd
Elise Ancion, Bouli Lanners

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Große Zwerge
    Beim zweiten Mal anschauen glaube ich, etwas verstanden zu haben. Wenn es nicht ein Kinderabenteuer wie im Sommercamp sein soll, ist es ein sozialkritisches Märchen. Das würde den wunderschönen, soften Soundtrack, die Lücken in der Erzählung, logische Knacks und die Frau Rosa (Marthe Keller) erklären. Sie erscheint quasi als gute Fee, die nur durch ihre Anwesenheit helfen kann. Ihre behinderte Tochter zeigt, dass sie Verständnis für Leid und Bedürftigkeit hat. Dazu gehört auch der Titel. Wo gibt es sonst das Land der Riesen? Die zwei Buben Zak und Seth (Zacharie Chasseriaud und Martin Nissen), die von den Eltern allein gelassen werden, kommen quasi mit dem Hänsel-und-Gretel Symptom daher.
    Die Kritik steht zwischen den Zeilen: Wo bleibt eigentlich die Gesellschaft? Gibt es keine Hilfe für die Buben, die mit knapper Not den Mächten des Bösen entkommen? Das sind hier mal die Polizei und der bumsfidele, gewaltbereite Nachbar. Die Kamera schwenkt immer wieder in die Bäume und streift über Gräser und Felder. Ein Ausdruck der Sehnsucht? Ein dritter Bub, Dany (Paul Bartel) schwärmt vom Süden, wo das Leben leichter ist. Und am Ende fährt das Boot immer schneller bis es fast entschwebt.
    Der Film von Bouli Lanners ist anders, obwohl er mit den Märchen die Grausamkeit und die Vielfalt der Sonderlinge teilt. Er erschreckt und schmeichelt. Aber das Ambiente und die Machart zwingen zur Distanz. Keine Fragen und viele Vermutungen am Ende scheint Lanners Markenzeichen zu sein. Nicht schlecht.