Drifting States

Les Etats nordiques

2005

Drama

Min.93

«Seit Robert Bressons Mouchette habe ich keinen lakonischeren Film über die Einsamkeit eines Menschen gesehen als diesen», schreibt der Kritiker Wolfram Schütte über Côtés ersten Film. Ein Sohn hat seiner todkranken Mutter Sterbehilfe geleistet, dann verstaut er den in Tücher eingeschlagenen Leichnam in seinem Kofferraum und macht sich auf eine Reise. Irgendwo im hohen Norden, in einem kleinen Ort, beginnt er ein neues Leben unter neuen Menschen. «Die herbe nahezu sprachlose dunkle Schönheit der im Direktton beschworenen Poesie von Verlassenheit und Ausgesetztheit», sagt Schütte, «hat genau jene ästhetische Dringlichkeit und Originalität, die dem Kino heute weitgehend fehlt.» Ein Debüt, zwischen Dokument und Fiktion, von erstaunlicher Meisterschaft und Eindringlichkeit, das vieles an späteren Motiven und Ideen in Côtés Arbeit vorwegnimmt.

(Text: Viennale 2010)

  • Regie:Denis Cote

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