Let's Cee 2013: Kurzfilmwettbewerb

 
Kurzfilm 
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140 Drams
Regisseur: Oksana Mirzoyan
Schauspieler: Liana Avetisyan, Hrach Hakobyan, Davit Harutyunyan
Der Film 140 Drams der in Aserbeidschan geborenen Autorin und Regisseurin Oksana Mirzoyan spielt in der armenischen Hauptstadt Yerevan. Er handelt von einem 8-jährigen Buben namens Edo, der zum ersten Mal in seinem Leben allein einkaufen gehen muss. Seine Schwester ist krank, er soll Milch vom Laden holen. Die 140 Drams, die ihm seine Mutter mitgegeben hat, reichen jedoch nicht aus. Edo steht vor einer schweren Entscheidung, er muss selbst eine Lösung für das Problem finden. Die Geschichte des Jungen ist zugleich ein Spiegelbild der politischen und sozialen Hintergründe des modernen Armeniens.

Chippendale
Regisseur: Kamila Safina
Schauspieler: Maxim Bartosh, Fandus Gaptullin, Vladimir Lyubovsky
Die Russin Safina Kamila, geboren 1984, konnte ihren erst zweiten Kurzfilm Chippendale heuer bereits in Cannes präsentieren. Der Geschichte liegt eine Novelle von Roald Dahl zugrunde, allerdings wurde die Handlung in die russische Provinz verlegt. Dort stolpert der Antiquitätenhändler Mikhail zufällig über eine seltene Rokoko-Kommode von Chippendale. Die will er natürlich unbedingt sofort in seinen Besitz kriegen. Hat Mikhail einmal Blut geleckt, kann ihn kaum etwas aufhalten. Weder Unmengen von Schnee noch zähe Verhandlungen mit den schroffen Einheimischen - wäre ihm da nicht seine Gier im Weg.

Distance
Regisseur: Janno Jürgens
Schauspieler: Väino Laes, Indrek Ojari
Der Este Janno Jürgens, Jahrgang 1985, kam über den zeitgenössischen Tanz und das Theater zum Film und schloss 2012 sein Studium an der Baltic Film and Media School ab. Sein siebter Kurzfilm Distants hat das familiäre Leben auf dem Land als Thema. Ein Sohn kommt nach langer Zeit wieder zu seinem Vater zurück und die beiden beschließen gemeinsam mit dem Boot zum Fischen zu fahren. Als sie weit draußen auf dem Meer sind, umgibt sie plötzlich dichter Nebel und der Motor versagt. Etwas Gefährliches scheint im dichten Dunst zu lauern. Können sich die Beiden noch retten oder ist es schon zu spät?

Home
Regisseur: Ruslan Magomadov
Schauspieler: Evgeniy Martinov
Der junge tschetschenische Filmemacher Ruslan Magomadov wurde 1991 in der ehemaligen UdSSR geboren. Sein Film Home basiert auf einer wahren Geschichte und wurde unter anderem schon beim Kurzfilmfestival Kinofest in New York als bester Kurzfilm sowie beim Cottbuser Filmfestival mit einem Spezialpreis ausgezeichnet. Die Story beruht auf Tatsachen und beschreibt das Leben eines Mannes, der inmitten der vom Krieg zerstörten Hauptstadt Grosny zu überleben versucht. Der Mann ist einsam und auf sich allein gestellt. Geblieben ist ihm nichts außer seinem Haus - sein Home.

Rabbitland
Regisseur: Ana Nedeljković, Nikola Majdak jr.
Ana Nedeljković kommt aus Belgrad. Ihre mit Knete animierte Produktion wurde bei der Berlinale 2013 als bester Kurzfilm in der Kategorie Generation 14plus ausgezeichnet. Sie übt auf schwarzhumorige und bitterböse Art Kritik an den herrschenden politischen Strukturen. Rabbitland wird nur von Hasen bewohnt. Die pinken Tiere haben die höchste Stufe der Evolution erreicht - sie sind gehirnlos und führen ein erfülltes Leben. Jeden Tag gehen sie wählen und jeden Tag wählen sie dieselben Volksvertreter. Danach schauen sie sich das Wahlergebnis im Fernsehen an - und sind glücklich dabei. Eine Österreichpremiere!

Shkurta
Regisseur: Arzana Kraja
Schauspieler: Kaona Sylejmani, Bislim Mucaj
Die junge Filmschaffende Arzana Kraja studierte Regie an der Universität in Pristina, wo sie auch heute noch lebt. Ihr Kurzfilm Shkurta feierte seine Premiere 2012 beim Curta Cinema, einem Kurzfilmfestival in Rio de Janeiro. Er handelt von traditionellen Familienverhältnissen im Kosovo. Shkurta ist ein Name, der in abergläubischen Familien Mädchen gegeben wird, wenn die Mutter als nächstes Kind einen Jungen auf die Welt bringen soll. Shkurta ist so ein Mädchen. Sie und ihr Vater haben als Einzige der Familie den Krieg überlebt und versuchen nun, gemeinsam die neue Realität zu bewältigen.

Stremt 89
Regisseur: Anda Pușcaș, Dragoș Dulea
Schauspieler: Ionica Avram, Horia Puscas, Liviu Puscas
1989 wurde in Rumänien das kommunistische Ceausescu-Regime gestürzt. Die Menschen im kleinen Dorf Stremt schlossen sich erst der Revolution an, nachdem sie den Diktator im Fernsehen fliehen gesehen haben. Jeder Mann hatte ein Gewehr und einen vollen Weinkeller. So war es keine Überraschung, dass schon bald jeder Nachbar hinter einem Zaun als Terrorist verdächtigt wurde, und zugleich ein Wunder, dass kein Unglück passierte. 22 Jahre später beschäftigt sich Anda Puscas unterhaltsamer Dokumentarfilm mit den Erinnerungen der Dorfbewohner an diese Zeit und wie sie ihr damaliges Verhalten heute sehen.

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