Lohn der Angst

 F 1953

Le Salaire de la peur

Thriller 142 min.
8.20
Lohn der Angst

Vier Freiwillige fahren zwei Lastwagen voller Nitroglyzerin durch den südamerikanischen Dschungel.

Vier Männer sollen hoch explosives Nitroglyzerin durch unwegsames Gelände zu einem 500 Kilometer entfernten Erdölfeld fahren, damit der Brand dort bekämpft werden kann. Der hochbezahlte Job wird zur Höllenfahrt, als sich zwischen den Fahrern Rivalität entwickelt.

Details

Yves Montand, Charles Vanel, Peter van Eyck, Antonio Centa, Darling Légitimus, Luis De Lima, Dario Moreno
Henri-Georges Clouzot
Georges Auric
Armand Thirard
Henri-Georges Clouzot, Jérôme Géronimi, George Arnaud

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Nitrotransport
    Ein Klassiker wegen einer Reihe von Gründen. Und die vier Helden des Nitro-Transportes kennt man inzwischen so gut, dass man sie mit dem Vornamen anreden kann: Yves, Charles, Peter und Folco.
    Zunächst der beispielhafte Aufbau der Spannung:
    Ein waghalsiges Wendemanöver über dem Abgrund auf einer wackeligen Holzkonstruktion. Den Nerven der Zuschauer geht es hier bereits wie dem angespannten Drahtseil, in das der Nitro-Laster einfädelt. Dann die Sprengung des Felsbrockens. Schließlich das Durchqueren eines ölgefüllten Kuhle. Das ist der Gipfel an menschlicher Grausamkeit zwischen Notwendigkeit und Erfolg. Die ölverschmierten Körper von Yves und Charles sind unvergesslich. Und wenn Yves den sterbenden Charles während der Weiterfahrt im Arm hält, dürfen Männer weinen.
    Dann der tiefe Einblick in die menschliche Psyche und deren Wandel. Die Entzauberung eines Helden. Charles, der souveräne, anscheinend sehr mutige Mann von Welt entpuppt sich als Angsthase.
    Außerdem die Unterstützung der emotionalen Ebene durch markante Symbole und telepathische Fernwirkungen: wie z.B. eine Fahrkarte der Metro und Veras Ohnmacht.
    Aber der Gipfel der gekonnten Perfektion ist der Schluss. Die Überleitung durch Walzermelodien von der tanzenden Vera zum übermütig fahrenden Yves. Dem folgen nur noch drei Bilder: Yves blutendes Gesicht, die Fahrkarte und Sirenengeheul. Ende. Waoh! Zeitlos aktuell, unheimlich dramatisch, stellenweise sehr anrührend. Ein Film für den Olymp!