Lost Killers

 Deutschland 2000
Independent 
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"Auf Frieden und ewige Freundschaft" oder "Auf die Gesundheit deiner Mutter". Die Trinksprüche des Georgiers Merab belustigen das Publikum und töten seinen Freunden den letzten Nerv. So manches Mal bewirken sie Erstaunliches und obwohl Merab laut verkündet, durch dieses Ritual gingen nach georgischem Glauben die ausgesprochenen Wünsche in Erfüllung, nimmt er selbst den Erfolg kaum wahr.

Die Protagonisten des Films Lost Killers haben den Glauben an sich und die Welt verloren, was ihnen geblieben ist, ist die Erinnerung an alte Traditionen, die Rituale und der Traum von einem besseren Leben, einem Leben ohne die Sorge ums Geld. Diesen Traum versuchen sie zu verwirklichen und ironischerweise ungeachtet der Wirklichkeit. Die Immigranten Merab und Branko scheitern an dem Versuch, Auftragskiller zu werden, weil ihnen die Nerven fehlen. Die vietnamesische Prostituierte Lan bekommt ihres schlechten Gebisses wegen keine Freier. Und der aus Haiti stammende Carlos ist bereit eine Niere zu verkaufen, um nach Australien auswandern zu können. An den Rand der Gesellschaft getrieben, zeigen sie uns, was vom Menschen übrig bleibt, die Sehnsucht, die Illusion, die Angst, die Aggression, der Hunger nach Geld, nach Liebe und Glück. Die Masken fallen, zwischen Gut und Böse wird nicht mehr unterschieden, jeder ist dem anderen zugleich Freund und Feind.
Der mit Laiendarstellern inszenierte Film erzählt hautnah und mit viel Humor ein Stück Leben aus der Unterwelt.
Regisseur Dito (Dimitri) Tsintsadze
wurde 1957 in Tbilisi geboren, wo er von 1975 bis 1981 das Regiestudium bei dem bekannten Regisseur Eldar Schengelaja absolvierte. Er war Assistent verschiedener Regisseure und begann 1990 für die private Filmproduktionsfirma Schwidkatsa zu arbeiten. 1993 entstand der Film Am Rande (Zchwardze), mit dem Silbernen Leoparden auf dem Filmfestival in Locarno ausgezeichnet wurde. Weitere Filme: Gäste (Kurzfilm), 1993; Daheim, 1991, Talent, 1998, Weiße Nacht, 1884

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Dito Tsintsadze

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