Louise Wimmer

 F 2010
Drama 80 min.
6.50
film.at poster

Louise Wimmer, geschiedene Ehefrau und Mutter, lebt in ihrem Auto und wartet auf die ihr versprochene Sozialwohnung. Mit einem kleinen Job versucht sie sich über Wasser zu halten. Der Film zeigt zahlreiche gesellschaftliche Probleme auf, trotzdem gelingt es ihm, eine gewisse romantische und hoffnungsvolle Seite zu bewahren.

Details

Corinne Masiero, Jean-Marc Roulot, Julien Alluguette u.a.
Cyril Mennegun
Thomas Letellier
Cyril Mennegun

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Louise gegen den Rest der Welt
    Eine Sozialstudie über eine Frau Ende 40. Sie besitzt nichts mehr als ihr Auto und das fährt auch nicht immer. Sie (Corinne Masiero) arbeitet als Putze in einem Hotel, sucht gelegentlich zur Aufpeppung ihrer Lebensgeister einen Mann auf, der danach zwar mit ihr auch reden will, was sie aber ablehnt. Sie kriegt nichts gebacken, ist grantig bis aggressiv und schlägt sich irgendwie durch. (Benzinklau z.B.)
    Irgendwie kommt sie einem als Getriebene vor, ihr Gesicht in Großaufnahme bestimmt das Geschehen. Sonst passiert ja auch nichts. Nebenhandlungen sind nur bruchstückhaft erkennbar. Eine Dokumentation über ein Leben am Rande der Gesellschaft, ohne Ziel und ohne Spannung, ohne Charme wie die bekannte Hundeschnauze. Und am Ende bekommt sie auch noch eine Wohnung zugewiesen. Dass es so lange gedauert hat, war auch noch ein Fehler der Behörden. Na toll. Soll das heißen: irgendwie geht es immer weiter? Alles wird gut? Lebe deine Wut? Eine Frau boxt sich durch? Auch öffentliche Toiletten haben ihren Reiz als Duschgelegenheit? Und behilfliche Männer wollen alle nur das eine. Dabei sind sie doch im Grunde wie Toiletten: entweder besetz oder beschissen. Und plötzlich zeigt Louise ihr gutes Herz: ein Hund und Geld für die Schwester. Reglos, fast wortlos vollzieht sie die Übergabe. Das nennt man dann Stil. Mir was das alles zu mager und auf Sparflamme. Einziges Minniplus: konsequent war’s schon. Gottseidank nicht zu lang. Vielleicht ein Festivalfilm.