M:I-2 - Kult oder Hype?

Zu den Beginnzeiten - Mission Impossible 2 in den Österreichischen KinosWer in den letzten Wochen im Kino war, hat es nicht übersehen können: Tom Cruise hangelt sich einen Felsen hoch und setzt sich eine Sonnenbrille auf, die kurz darauf explodiert. So sieht es aus wenn Top-Geheimagenten Urlaub machen. So sieht es aus, wenn Tom Cruise Urlaub von anspruchsvolleren Projekten wie "Eyes Wide Shut" und "Magnolia" macht.

Mission Impossible 2 heißt der Film, der derzeit gehypt wird wie zuletzt Scream 3 oder Gladiator. M:I-2 ist die Fortsetzung eines Remakes einer 35 Jahre alten Fernsehserie - eine denkbar schlechte Ausgangsbasis für eine Oscar-Nominierung als "Bester Film". Darum geht es auch gar nicht. M:I-2 ist pures Popcorn-Kino. Wer mit anderen Erwartungen ins Kino geht ist selber schuld.

Spektakuläre Actionstreifen gibt es massenweise. Gibt es irgend etwas, das die Hysterie um M:I-2 rechtfertigt? Die Gründe dafür sind wohl weniger im Film selbst zu suchen, als in dessen kreativen Umfeld:
Die 60er-Jahre Fernsehserie, auf die der Film aufbaut war und ist Kult. Die schräge, einpeitschende Titelmelodie, die stehende Phrase "...dieses Band wird sich in fünf Sekunden selbst zerstören" und die Atmosphäre, die durch allerlei innovative Schnitt- und Kameraarbeit erzeugt wurde, sind ins kollektive Bewusstsein der Fernsehzuschauer eingedrungen. Ein weiser Entschluss war es, diese Elemente, nur leicht modifiziert, in den Film zu übernehmen.
Das Genre des Agentenfilms, der Glamour der weder an finanzielle noch an moralische Rücksichten gebundenen Männer und Frauen in ebenso geheimer wie gefährlicher Mission, ist ein Dauerbrenner. M:I-2 orientiert sich ausgiebig an Vorlagen wie "James Bond" oder Alfred Hitchcocks "Notorious".

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