Männer, die auf Ziegen starren

 USA/GB 2009

Men who stare at goats

Komödie 05.03.2010 ab 16 93 min.
6.20
Männer, die auf Ziegen starren

Unglaublich, aber wahr: Die US-Armee trainiert übersinnliche Jedi-Krieger. Das Star- und Ziegen-Ensemble um George Clooney tritt den Beweis an.

Der Kleinstadt-Reporter Bob Wilton (Ewan McGregor) stößt durch Lyn Cassady (George Clooney) auf eine schier unfassbare Story: In der US-Armee existiert eine geheime Hippie-Spezialeinheit. Statt an Waffen trainieren die selbsternannten "Jedi-Krieger" übersinnliche Fähigkeiten. Auf ihrem Stundenplan stehen unter anderem Hellsehen, durch Wände gehen und Ziegen durch Anstarren töten. Unter Anleitung ihres Ober-Gurus Bill Django (Jeff Bridges) experimentieren sie sogar mit bewusstseins-erweiternden Drogen. Doch Lyns übersinnliche Kräfte wecken den Neid seines Kameraden Larry Hooper (Kevin Spacey). Nach einer geschickt eingefädelten Intrige verschwindet Bill spurlos. Auf der Suche nach ihm begeben sich Lyn und Bob auf einen irrwitzigen Trip durch die Wüste...

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Sachbuch des britischen Journalisten Jon Ronson. Der Bestseller bringt geheime Anstrengungen der US-Armee ans Licht, Soldaten mit paranormalen Fähigkeiten auszubilden. Drehbuchautor Peter Straughan ("New York für Anfänger") verpackt Ronsons aberwitzige Enthüllungen in eine unglaubliche - zu großen Teilen aber auf Fakten beruhende - herrlich ironische Geschichte.

KRITIK

Wir bitten darum, den Titel nicht etwa sexistisch, sondern rein animalisch aufzufassen und auch die Zuschauer werden vermutlich tierisch reagieren, weil der Film die meiste Zeit über einfach zum Brüllen ist. Dabei entspricht fast alles, was manch aufrechter Fan der amerikanischen Streitkräfte für Ausgeburten des drogenvernebelten Hirns eines Wehrdienstverweigerers halten mag, den reinen Tatsachen. In seinem gleichnamigen Bestseller deckte nämlich der Journalist Jon Ronson auf, dass die US-Regierung über viele Jahre hinweg unter dem Titel "First Earth Battalion" eine Armee von New-Age-Soldaten finanzierte: diese selbsternannten "Jedi-Krieger" versuchten sich im Dienste einer unblutigen Kriegsführung an diversen telepathischen und sonstigen Kunststücken, wie unsichtbar zu werden oder Wände zu durchqueren (ohne Zuhilfenahme einer Tür, versteht sich!).

Drehbuchautor Peter Straughan pickte nun die unglaublichsten Details und wörtlichen Zitate aus Ronsons Sachbuch heraus und verquickte sie zu einer zusammenhängenden Geschichte, die uns an wechselnde Kriegsschauplätze quer durch die Jahrzehnte von Vietnam bis in den Irak führt. Wir heften uns an die Fersen eines ungläubigen Reporters (Ewan McGregor), der von einem ehemaligen Jedi-Krieger (George Clooney) in allerlei heikle Situationen versetzt wird.
Clooney zeigt in der ergiebigen Rolle, was er wirklich drauf hat, lässt durch Willenskraft Wolken zerplatzen oder starrt uns mit seinem Feuerblick in Grund und Boden, falls er damit nicht gerade eine Ziege zum Herzstillstand bringt.

Grant Heslov - bisher hauptsächlich als Produzent und durch wiederholte Zusammenarbeit mit Clooney in Erscheinung getreten (bei "Good Night, and Good Luck" fungierte er auch als Co-Autor) - erzählt in seinem Regiedebüt ein Schelmenstück mit tragischer Grundierung. Zugleich ist es freilich auch eine Wunschphantasie, wie es auf einer Welt zugehen könnte, in der Kriegsführung nur noch den Anhängern der Love&Peace-Bewegung überlassen wird. Das kann naturgemäß nicht lange klappen, doch zumindest im Filmfinale lebt dieser subversive Geist wieder auf, als es zur Lahmlegung eines US-Militärcamps durch LSD kommt. Befreite irakische Kriegsgefangene suchen das Weite, während die Soldaten an Blumen schnuppern, den Lagerzaun mit Panzern niederwalzen oder lachend über den Boden kugeln. Warum sollte es ihnen auch besser als dem Kinopublikum gehen? Wir alle wurden gerade auf einen wilden Trip mitgenommen (wobei die zusammengebastelte Rahmenhandlung streckenweise etwas stark bemüht humorig ausgefallen ist).

franco schedl

Details

George Clooney, Ewan McGregor, Jeff Bridges, Kevin Spacey u.a.
Grant Heslov
Rolfe Kent
Robert Elswit
Peter Straughan
Lunafilm
ab 16

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Unglaublich
    Der skurrile Titel ist Programm. Dabei wäre ja durchaus die Möglichkeit gegeben, dass es ein total durchgeknallter Streifen hätte werden können. Ist es aber nicht. Das Script zwängt die Superstars in eine Handlung, die ein bisschen New Age, Esoterik pur und ein Versuch in Richtung M.A.S.H. ist. Die Handlung wurde auch noch durch Phänomene des Irakkriegs und der Hippies angereichert. Die Helden irrlichtern durch ein konfuses Sammelsurium von Situationen, die durchaus eine reale Basis haben und die werden auch so präsentiert und uns als echtes Leben verkauft. Alles wirkt etwas aufgesetzt. Jeff Bridges versteht sich und die Welt nicht, Clooney versucht verzweifelt mit Blicken einen Lacher zu provozieren und McGregor staunt unbedarft mit den Zuschauern um die Wette. Kevin Spacey ist bemüht einen coolen Charakter darzustellen. Insgesamt sind die Dialoge keineswegs witzig, eher peinlich.
    So entwickelt sich ein leerer Hohlbau, in dem eigentlich nichts Greifbares existiert. Im Innern nichts und außen geschmacklose Pappkameraden. Das ist keine Parodie, weil alles zu vage und zu konfus ist. Es fehlt vor allem an echter Komik. Nur Superstars gibt’s genug. Vielleicht hatten die ja wenigstens ihren Spaß beim Dreh?! K.V.

  • fade - 3
    Natürlich in echt waren die Dinge nicht so lustig, das wurde für den Film geändert, auch wurden keine echten Darsteller gesucht und interviewt, Vielleicht hatte man Angst dass einige getötet werden können, keine Ahnung.

    Ah die Handlung muss noch nachgereicht werden.

    Eigentlich will sich Reporter BOB WILTON (Ewan Mc Gregor) nur besaufen. Seine Frau ist mit seinem Chef durchgebrannt und er selbst ist aus Verzweiflung in den Irak geflüchtet und sucht die große Story. Die findet er, als er auf LYN CASSIDY (George Clooney) trifft, der ihm von der "New Earth Army" erzählt. Einer Einheit, in der übersinnlich begabte Soldaten versuchten, Ziegen durch Anstarren zu töten, durch Wände zu gehen oder mit Drogen ein anderes Bewusstseinstadium zu erreichen. Beide machen sich auf den Weg, den verschollenen Chef der Einheit, BILL DJANGO (Jeff Bridges in einer sehr guten Rolle) zu suchen – und erleben einen Höllentrip.

    Natürlich ist wie immer Jeff Bridges einfach gut, ich bin froh dass er den Oscar als Bester Darsteller bekam der verdient es sich einfach. Er ist auch in diesem Film einfach ein wunderbarer Kerl. Er wirkt sehr souverän, auch wenn seine Rolle noch mehr hergegeben hätte, er wirkt nicht dämlich, er wirkt Mal lustig, Mal komisch und er passt in diese Militär Persiflage. Er ist ja der Chef der witzigen Truppe und auch wenn der Film nicht so spannend ist und etwas eigenartig ist, ich war nicht so begeistert, wirken die Darsteller, allen voran eben Kevin Spacey am besten. Was nicht heißt dass die anderen schlecht sind.

    Ewan McGregor z.B., der wirkt eher wie ein Kind, der ist eher so ein Jedi Typ der seine Rolle nie aufgeben konnte, er wirkt so belehrend, so hilflos dann wieder etwas deplaziert ja seine Dialoge hätten auch besser sein können. Nun Schenkelklopfer fand ich keine, Fäkalwitze leider auch nicht aber trotzdem ist der Witz da, er ist zwar versteckt, Gags muss man suchen aber ich Glaube wenn man auf anspruchsvolle Filme steht, dann ist dieser Streifen Vielleicht der richtige.

    Wie gesagt mir gefiel er nicht, die Handlung war so nicht meines, die Darsteller sehr gut, die Erlebnisse aller eigenartig, die Glaubwürdigkeit Na Ja, ein Ernster Mystischer Horror Touch Film wäre mir hier lieber gewesen die Drehorte schön, und im Ganzen ja ein netter Abend mehr nicht.

    70 von 100 Punkten.

  • na ja 2
    Was ein guter Spruch ist, dass mit dem Jedi Meister. Ewan McGregor hat ja einen Jedi gespielt in den Krieg der Sterne Filmen. Die Vietnam Szenen haben sie in Puerto Rico gedreht. Und die Szene wo Clooney nackt war, dass war eine hautfarbene Badehose. Und übrigens, es gibt eine Ziegenart die angeblich ohnmächtig wird wenn man sie erschreckt, kein Scheiß, aber die haben die Filmemacher leider nicht gefunden. Mit normalen Ziegen haben sie gedreht, ja die haben genügend Spaß gehabt, und Ziegen sind ja intelligent und sie haben die Ziegen trainiert, ja die fielen halt einfach um. Ach ja, Der Locationscout S. Todd Christensen legte fast 23.000 Kilometer zurück, um die richtigen Drehorte für den Film zu finden – ein persönlicher Rekord.

    Jim Dever vom Militär war Berater für den Film, der hat dann erfahren dass der Film eben auf Fakten beruht, von dem Typen der das Buch schrieb und der war dann ziemlich geschockt als er das erfuhr. Ronson erzählte dass diese Typen echt existierten und versuchten durch Wände zu gehen und mit Funkelnden Augen versuchten den Feind zu erschrecken.

    Und wer es nicht glaubt kann es ja nach recherchieren. Jim Channon, ein ehemaliger Oberstleutnant der Armee, erzählte Ronson, dass er einer der Gründer des First Earth Battalion sei und unter anderem das Handbuch für die Truppe geschrieben hatte. Zuvor hatte er sich viele Jahre mit Philosophie, asiatischer Kampfkunst, paranormalen Fähigkeiten, Heilern, Psychologie und übersinnlichen Erfahrungen beschäftigt. Ich habe mir jedenfalls dabei gedacht, he die Typen mußten damals eigentlich zu viel Geld gehabt haben um so was zu testen.

    Nachdem Jim dann bei der New Age Bewegung und in Vietnam war, hat er auch herum geschrieben, er wollte Kriege geben friedlich lösen, und er probierte eine Menge an Visualisierungstechniken aus. Es war ein gewisser Generalmajor Albert Stubblebine III, der war einer der Ersten, die sich in der Zukunft eine Armee vorstellten, und das ist jetzt kein Scherz, die internationale Konflikte mit Hilfe von paranormalen Fähigkeiten löst. Das was man in „Akte X“ früher gesehen hat. Stubblebine machte seinen Abschluss in West Point und war von 1981 bis zu seiner Pensionierung 1984 kommandierender General des United States Army Intelligence and Security Command (INSCOM). Und die gibt es.

    Die haben damals sogar ne Task Force für so was entwickelt und die 2 Männer haben sich übrigens getroffen und sehr viel herumexperimentiert. Natürlich ist heute noch alles geheim ob es wahr ist, weiß ich nicht aber dass sind die Geschichten eben darüber, die eben über geblieben sind.

    Nun wenn man den Film kritisieren will findet man sicher viel. Einerseits ist es die etwas einseitige Darstellung der Geschehnisse, ja sicher ist er lustig, aber Sorry, in der Wüste, keiner kennt sich aus, Clooney und Ewan verirren sich, finden nichts, dann sieht er eine Ziege an, die fällt um ja ich Glaube so was nicht ganz aber bitte. Clooney setzt schon eine glaubhafte Darstellung hin aber wenn er Mal nicht immer Clooney wäre, dann wäre das auch gut, denn er hat eine etwas einseitige Darstellung. Er ist smart, und wirkt intelligent, aber er wirkt in fast jedem Film gleich. Was nicht heißt er ist ein schlechter Darsteller, ganz und gar nicht, im Film ist er nach Kevin Spacey der Beste, der wiederum wirkt sehr authentisch, durch seine ruhige Ausstrahlung. Ich schätze dass die wenigstens Schauspieler um 180 Grad sich drehen können und komplett konträre Rollen darstellen können

  • Geht so - 1
    Tja, der Film ist wie ne Milchpackung, 1 Liter Milch ist drinnen, kein Fett zu viel, alles ist schon weiß, und wenn man sie erhitzt ist sie warm. Ja und ungefähr so ist der Film, George Clooney ist einfach George, wandlungsfähig aber dennoch George, mit einer ganz anderen Deutschen Synchronstimme, was eigentlich echt unfair ist, denn bis jetzt hatte Clooney immer die selbe Synchronisationsstimme, und die neue, ja die gefällt mir gar nicht. Dann ist der Film nicht nur eine Satire, sondern eine etwas anspruchsvolle Satire wo man mit denken muss.

    Dass ganze ist natürlich eine Buchverfilmung von Jon Ronson, nicht Bronson, mit dem Titel „Durch die Wand“. Wer sich fragt ob es im Film irgendwas gibt das es gegeben hat, oder dass stimmt, tja, diese Komische Firma, namens New Earth Army, in der Clooney der ja den Lyn Cassady spielt, Mitglied ist, gab es als First Earth Battalion wirklich. Sie war eine private Initiative einzelner US-Offiziere, aber wofür weiß ich jetzt nicht. Ob es je parapsychologische Forschungsprogramme im Kalten Krieg gegeben hat weiß ich auch nicht, aber ich denke schon denn Amerika ist ja ein Haufen von schießwütiger Irrer, und die haben sicher nichts unversucht gelassen zu trainieren um gegen die Bösen Russen zu hussen.

    Was stimmt, die Forschungen zur Bewusstseinsveränderung bei Probanden durch die US-Regierung hat es damals bis heute gegeben die haben ja damals mit LSD trainiert und einige Soldaten so in die Abhängigkeit gejagt, tja damals war am noch nicht so kompliziert, Drogen aller Art hat man ausprobiert, es gab auch keine so haushohen Strafen, heut wirst du schon gekreuzigt wenn du eine Packung Zigaretten rauchst.

    Dass der Film ein Erfolg wurde, liegt daran dass der Film nur 12 Mille gekostet hat, ja mehr kann so ein Film eh nicht kosten, die Stars waren recht billig, und eingespielt hat er 33 Millionen US $, ja schon eine Menge. Und ich schätze dass er weltweit noch ein bisschen zugelegt hat, aber so richtig erfolgreich? Ne ist er sicher nicht gewesen.

    Vielleicht liegt es am Titel, möglicherweise kommt auch ein Teil 2, Vielleicht geht es dann um die Onkel der Kinder von den Zimmernachbarn, aus der Highschoolzeit die auf schwangere Meerschweinchen starren, damit Spiegeleier in Wok Pfannen schneller gar werden.

    Ach ja, da ist so ein Spruch als George Clooney erwähnt, dass man eine Möwe im Mund hat oder was weiß ich, egal, dass ganze geht auf ein Gedicht zurück von Samuel Taylor Coleridge ein Dichter aus dem 18. Jahrhundert. Natürlich haben die nicht im Irak gedreht, aber der Film ist Vielleicht ein Anfang von Filmen die sich im Irak Krieg abspielen. Die in Neu Mexiko gedrehten Szenen, die im fertigen Film im Irak spielen, wirken zwar optisch perfekt, aber das Wetter machte ziemliche Schwierigkeiten. „Zum Ende der Dreharbeiten wurde es sehr kalt", erzählt Heslov. „Im Film soll es über 38 Grad warm sein, tatsächlich war die Temperatur unter Null.

  • Schade ums Geld
    ... Trotz Starbesetzung leider unterirdisch schlecht! Clooney & Co wären gut beraten, die Drehbücher vor Vertragsunterzeichnung zu lesen!
    Leider eine glatte Fünf - die wenigen guten Szenen des Films sind bereits im Trailer zu sehen, für den Film ist nichts übrig geblieben.

    Re:Schade ums Geld
    Es ist ok, wenn jemand schreibt, daß ER einen Film "unterirdisch schlecht" findet, aber es ist nicht in Ordnung, den FILM als schlecht zu bezeichnen, nur weil man offenbar nicht ganz verstanden hat, worum es geht. Der Film wird meines Erachtens unterschätzt. Er ist schräg, boshaft, kritisch, versucht aber auch versöhnliche Töne anzuschlagen, wo es im "richtigen Leben" (noch) keine Versöhnung gibt.

  • mittellustig
    bei DER besetzung hätte ich mir mehr erwartet. das erste drittel des films ist wirklich lustig und schräg, dann gehen aber zunehmends die ideenaus. es folgen noch einzelne gute szenen, aber das reicht nicht... und am ende wirds fast noch sentimental. den film muss man definitiv nicht gesehen haben.


  • Skurril und ironisch, durchaus sehenswert, aber nicht wirklich lustig, hatte mir mehr erwartet. George Clooney hätte ich auch lieber ohne Schnauzer gesehen.

  • Soooo schlecht!
    Warum spielen an sich hervorragende Schauspieler, von denen der eine noch dazu gerade einen Oscar gewonnen hat, bei so einem schlechten Film mit ...???!!!!

    Re:Soooo schlecht!
    Da hat wohl wer den Film nicht verstanden!?

    Fand ihn sehr schräg, aber originell und urkomisch, die unterschwelligen Witze waren köstlich!