Mandabi

 Senegal 1968
Independent 90 min.
7.30
film.at poster

Eine Satire brechtischer Art über eine Bourgeoisie, die sich aus Intellektuellen und Beamten zusammensetzt , die Rang und Verbindungen nutzen, um das Volk zu unterdrücken und sich zu bereichern.

Ein arbeitsloser Moslem erhält unerwartet eine Postanweisung über 25.000 Francs von seinem Neffen aus Paris. Bald drängen sich Kaufleute, Familienmitglieder und Freunde um den plötzlich wieder Kreditwürdigen. Doch die Bürokratie erweist sich als unüberwindbare Hürde: Um die Anweisung einzulösen, braucht der Mann eine Identitätskarte, dafür wiederum eine Geburtsurkunde, die er nicht hat - und an jeder Station gilt es, Bestechungsgelder oder Gebühren zu zahlen.

Zugleich war dies der erste Film in der senegalesischen Hauptsprache Wolof, zu der es 1968 noch nicht einmal eine Schrift gab - Sembène übersetzte mündlich das Drehbuch der französischen Fassung, die er aus Koproduktionsgründen ebenfalls drehen musste. Ein Schlüsselmoment des afrikanischen Kinos und ein Riesenerfolg in der Heimat.

Details

Makhourédia Gueye, Isseu Niang, Younousse N¿Diaye, Serigne Sow, Medoune Faye
Ousmane Sembène
Ousmane Sembène

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