Maria

Rumänien, 2001

FilmDrama

Eines der intensivsten Werke des neuen rumänischen Films, mitinspiriert von einem Altmeister des serbischen Kinos der 1960er-Jahre.

Min.97

Wenn ein Kind Kerzen vom Friedhof stehlen muss, um der Familie eine Lichtquelle im dumpfen Kellergeschoss eines Wohnblocks zu sichern, dann sagt dies einiges aus über die Lebensumstände eines Landes. Das Kind ist eines von sieben, die Maria zu versorgen hat. Der arbeitslose Mann ist zum gewalttätigen Trinker geworden. Als er im Suff eine Kneipe demoliert, wandert er hinter Gitter. Maria findet keine Hilfe. Um nicht ihr Baby verkaufen zu müssen und die Kinder zu ernähren, bleibt ihr nur der Weg in die Prostitution. Nun erfährt sie neben Gewalt und Ausbeutung auch Ächtung. Erst als der Bürgermeister durch einen TV-Bericht von ihrem Fall erfährt, scheint sich ein Weg aus dem Tunnel zu öffnen ...

Die kompromisslos erzählte Passionsgeschichte der Titelfigur enthüllt nicht nur das soziale Elend, sondern stellt auch die praktizierte öffentliche Moral in Frage. Eines der intensivsten Werke des neuen rumänischen Films, mitinspiriert von einem Altmeister des serbischen Kinos der 1960er-Jahre.

(Text: Filmarchiv Austria)

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  • Schauspieler:Diana Dumbrava, Serban Ionescu, Horatiu Malaele, Luminita Gheorghiu, Ana Ularu

  • Regie:Peter Calin Netzer

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