Mohakeme

 Iran/USA 2002
Independent 45 min.
film.at poster

Ein selbst ernannter, besessener Filmemacher realisiert mit Laiendarstellern kleine, seltsame Super 8-Filme, die er ausschließlich in den Dörfern der Umgebung öffentlich vorführt. Da er jedoch ohne offizielle staatliche Genehmigung arbeitet, wird er inhaftiert, kommt wieder frei und setzt trotz allem die verbotene Arbeit fort. Sein «Kollege» Moslem Mansouri hat dieses ungewöhnliche Filmemacher-Schicksal entdeckt und seine Dreharbeiten, Live-Synchronisationen und Freiluftvorführungen in Mohakeme dokumentiert. Zwanzig Kilometer entfernt von Teheran liegt eine Ortschaft namens Khosro. Eine Gruppe von Leuten, die im Ziegelofenwerk arbeitet, macht primitive, doch innovative 8mm-Filme. Im Iran muss die Publikation eines Buches oder das Drehen eines Films durch die Zensur der Regierung gehen. Die Gruppe widersetzte sich dieser Kontrolle der Regierung und vertrieb ihre Bücher und Filme deshalb nur in den umliegenden Ortschaften. Sie hat ohne Bewilligung der Regierung 110 Bücher geschrieben und 18 Filme produziert. Die Gruppe machte etwa zehn Jahre lang Filme in den Ortschaften, bis 1992 sämtliche Mitglieder von Regierungskräften verhaftet und ins Gefängnis geschickt wurden. Monate später entließ man sie unter der Voraussetzung, dass sie keine Filme mehr machen, aus der Haft. Die Beamten verlangten auch den Dorfbewohnern ab, nicht mit der Gruppe zu kooperieren. Obwohl es ihnen verboten war, weitere Filme zu drehen, gingen sie das Risiko ein, einen weiteren Film zu machen. Dies ist das Zeugnis von dem, was ich erlebte. (Moslem Mansouri)

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Ali Matin, Houssein Sabzian
Moslem Mansouri
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