Morgen

 RO/F/H 2010
Drama 100 min.
7.00
film.at poster

Eines Tages rettet Nelu, Security Guard und Hobbyfischer, einen verzweifelten türkischen Flüchtling aus dem Fluss, der sich nach Deutschland durchzuschlagen versucht. Nelu nimmt ihn bei sich auf und ahnt nicht, welche unendliche und absurde Geschichte damit beginnt. Morgen ist ein kleiner, aber gar nicht harmloser Film über die Ränder Europas, das Niemandsland der EU zwischen Türkei, Rumänien, Ungarn, eine eigensinnige Parabel über Politik und Ökonomie, über Freundschaft und das verrückte Verlangen nach einem besseren Leben im Morgen. Ein Morgen, das ein ewiges Heute ist in diesem so intelligenten wie berührenden Film.

(Text: Viennale 2010)

Details

András Hatházi, Yilmaz Yalcin, Elvira Rimbu
Marian Crisan
Marian Crisan

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Almanya
    Dunkel war’s, der Mond schien helle…Es passiert nicht viel. Man ahnt die Situation an der Südost Grenze der EU, ein gutes Gebiet für Schmuggler und Schleuser, und natürlich gibt es hilfsbedürftige Flüchtlinge. Von den beiden Männern Nelu und Behran (András Hatházi und Yilmaz Yalcin) versteht keiner den anderen. Es wird auch gar nicht der Versuch unternommen, sich zu verständigen. Nur das Wort ‘Almanya‘ taucht im Kauderwelsch des Migranten Behran immer wieder auf. Das nervt den gutmütigen Einheimischen nicht, den Zuschauer schon. Denn diese Sprachbarriere der Akteure wird zur Verständnisbarriere. Die Handlungsarmut, eine starre Kameraeinstellung und die emotionslosen Dialoge tragen mit dazu bei, dass sich alles etwas zäh in die Länge zieht, sehr hölzern wirkt. Da ist die ruppige und herzlose Unterhaltung des Ehepaares noch ein dramatisches Highlight. Meistens schwankt die Handlung aber zwischen seltsamer Komik und komischer Realität hin und her. Das Ende kommt nicht nur recht unverhofft, sondern bleibt auch noch offen, irgendwie unvollendet. Die Preiswürdigkeit liegt wohl in der Schlichtheit des Andersseins.