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06/11/2021

74. Filmfestspiele Cannes mit Wes Anderson, Gaspar Noé und Murray

24 Filme sind von 6. bis 17. Juli im Wettbewerb - zwei österreichische Werke in Reihe "Un Certain Regard"

Mit Filmen von Wes Anderson, Gaspar Noé, François Ozon, Nanni Moretti, Sean Penn, Kirill Serebrennikov, Paul Verhoeven, Apichatpong Weerasethakul, Jacques Audiard und anderen internationalen Größen im Wettbewerb feiern die 74. Filmfestspiele Cannes ab 6. Juli "ein großes Filmjahr", wie Festivaldirektor Thierry Frémaux am 3. Juni bei einer Pressekonferenz bekanntgab.

Auch Bill Murray wird persönlich angereist kommen und in einem Special-Screening einen Musik-Film vorstellen.

Aus österreichischer Sicht erfreulich: Zwei heimische Produktionen laufen in der Reihe "Un Certain Regard".

Eröffnungsfilm

"Annette" von Leos Carax ist der Eröffnungsfilm, 24 Filme stellen sich dem Urteil der von Spike Lee angeführten Jury, die am 17. Juli die Preise vergeben wird. Sieben Wettbewerbsfilme kommen aus Frankreich, drei aus den USA.

Von Wes Anderson wird hingegen endlich die neue Komödie "The French Dispatch" zu sehen sein, in dem es um ein fiktives Wochenmagazin und dessen Reporter geht. Eigentlich hätte das Werk bereits im Vorjahr gezeigt werden sollen, doch die Corona-Pandemie macht das unmöglich. Ebenso ist es Paul Verhoeven mit seinem erotischen Nonnen-Drama "Benedetta" ergangen.

Österreichische Beiträge

In der renommierten Reihe "Un Certain Regard" sind auch zwei heimische (Ko-)Produktionen zu finden.

"Große Freiheit" des 1976 in Kitzbühel geborenen Regisseurs Sebastian Meise ist eine paritätisch österreichisch-deutsche Produktion von FreibeuterFilm und Rohfilm Productions. "Im repressiven Nachkriegsdeutschland wird Hans (Franz Rogowski) wegen seiner Homosexualität immer wieder eingesperrt. Der berüchtigte Paragraph 175 macht all seine Hoffnungen auf ein Leben in Freiheit zunichte. Im Gefängnis trifft er auf Viktor (Georg Friedrich), einen verurteilten Mörder", heißt es über den Plot. "Aus gegenseitiger Abscheu entsteht ausgerechnet mit ihm über die Jahre eine Liebe."

"Moneyboys" ist das Langfilmdebüt des Regisseurs C.B. Yi, der auch das Drehbuch geschrieben hat. Österreichische Produzentinnen des von KGP Filmproduktion mit Frankreich, Taiwan und Belgien koproduzierten Film sind Barbara Pichler und Gabriele Kranzelbinder. Zur Synopsis heißt es: "Fei arbeitet als 'Moneyboy', was ihm eine Menge Geld einbringt, da Prostitution in seinem Heimatland illegal ist. Es gibt ihm eine Möglichkeit, seine Familie finanziell zu unterstützen. Der erfahrene Moneyboy Xiaolai nimmt Fei unter seine Fittiche."

Gaspar Noés Arbeit mit Dario Argento

Noch in letzter Minute hinzugekommen ist ein neues Werk des französischen Regie-Berserkers Gaspar Noé, das nach einer Alternativ-Version von Hanekes "Liebe" klingt. In "Vortex" steht nämlich ein altes Paar, das langsam in Demenz versinkt, im Mittelpunkt. Besonders überraschend erscheint die Wahl des Hauptdarstellers: Dario Argento ist zwar Italiens berühmtester Horror-Regisseur, doch vor der Kamera bisher noch kaum in Erscheinung getreten das hat der 1940 Geborene eher seiner Tochter Asia überlassen.

Nach dem Ausfall des Festivals im Vorjahr freut man sich in Cannes sehr darauf, wieder internationale Gäste aus der Filmwelt begrüßen zu können. Die Anti-Corona-Maßnahmen werden freilich weiter strikt bleiben  und auch innige Umarmungen und Küsse auf dem Roten Teppich würden heuer wohl unterbleiben müssen, warnte der Festivaldirektor.

 

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