Désirée Nick in eigener Show "Realitystar Academy"

Désirée Nick steht mit erhobenem Finger vor einer Gruppe junger Menschen in Schuluniform
18 Kandidaten müssen sich in der Kaderschmiede auf Joyn beweisen. Dem Gewinner winkt eine Wildcard für ein Reality-Format.

Désirée Nick (69) hat einen neuen Job - und der kommt mit Schuluniform und blauem Brief. In der frisch angekündigten Joyn-Produktion "Die Realitystar Academy" schlüpft die Entertainerin in die Rolle einer strengen Direktorin, die aus unbekannten Nachwuchskandidaten die Realitystars von morgen formen will. Ab Donnerstag, dem 16. April 2026, ist die Show kostenlos auf Joyn abrufbar, wie der Streamingdienst in einer Mitteilung bekannt gab. Wöchentlich soll es zwei neue Folgen geben.

Das Konzept klingt wie eine Mischung aus Castingshow und Internat: 18 sogenannte Studierende ziehen in die Academy ein und müssen sich dort in sechs Unterrichtsfächern beweisen - darunter Geschichte, Biologie, Deutsch, Kunst, Sport und Sozialkunde. Den Unterricht übernehmen dabei bekannte Gesichter aus dem Reality-Universum. Wer bei den Prüfungen nicht abliefert, bekommt laut Ankündigung von Direktorin Nick den gefürchteten blauen Brief und landet auf der Abschussliste.

Nick fordert Substanz statt Skandale

Die Entertainerin lässt keinen Zweifel daran, dass sie ihre Aufgabe ernst nimmt. In einem Vorab-Interview mit Joyn erklärte Nick: "Eine akademische Ausbildung zum Realitystar ist lange überfällig." Wer in diesem Geschäft bestehen wolle, brauche ein solides Fundament, die richtige Einstellung und Talent. "Wir suchen keine Eintagsfliegen, sondern Persönlichkeiten mit Substanz", so die selbsternannte Rektorin weiter.

Auf die Frage, ob es ihr schwerfalle, Kandidaten rauszuwerfen, zeigte sich Nick ungerührt. Strenge sei für sie eine Form der Fürsorge, sagte sie im Interview. Wer ihre Kaderschmiede nicht überstehe, werde im echten Showgeschäft erst recht scheitern. Dabei gehe es nicht um die lauteste Klappe oder das beste Sixpack - ohne echte Expertise lasse sich keine Karriere aufbauen.

"Du sollst nicht langweilen"

Besonders deutlich wird Nick, wenn es um die Anforderungen an die Kandidaten geht. Es gebe ein oberstes Gebot: "Du sollst nicht langweilen." Und ein zweites: Sei einzigartig. Unterhaltungskunst entstehe eben nicht per Zufall, betonte sie im Interview. Wer in der Academy bestehen will, muss laut der Direktorin rund um die Uhr abliefern. "Wer nicht 24/7 performt, macht den Abflug. Ich helfe dabei auch gerne beim Kofferpacken."

Auch zum Thema Ego hat Nick eine klare Haltung. Ein großes Ego nütze wenig, wenn es nicht mit einer brillanten Performance einhergehe, erklärte sie. Die Academy setze stattdessen auf Humor, Charme, Fantasie und Esprit. Es gehe darum, echtes Entertainment abzuliefern - und nicht durch Mitleid, Skandale oder Exzesse aufzufallen.

Wildcard als Hauptgewinn

Für die Kandidaten steht einiges auf dem Spiel: Wer sich am Ende durchsetzt, sichert sich nicht nur den Abschluss der Academy, sondern auch eine Wildcard für die nächste Staffel von "Forsthaus Rampensau Germany". Den Reality-Nachwuchs warnte Nick im Interview allerdings vor falschen Erwartungen. Im Showbiz auf Gerechtigkeit zu hoffen, sei "wie beim Rodeo Sicherheit und Gesundheit zu erwarten". Erfolg bringe immer auch Neid und Gegenwind mit sich - und er verpuffe verdammt schnell.

Ihr persönliches Credo für die Show fasste die Direktorin so zusammen: "Reality ist keine Party - es ist eine Prüfung." Jede Show sei die Bewerbung für den nächsten Auftritt, und Glamour bedeute harte Arbeit, die man dann aber verstecken müsse. Nick bringt viel Reality-TV-Erfahrung mit, die Dschungelkönigin von 2004 nahm unter anderem an "Promi Big Brother" oder "Promis unter Palmen" teil.