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08/31/2021

"Je Suis Karl": Trailer zum deutschen Extremismus-Thriller

Der Film vermischt Fakten mit Fiktion und zeigt die Verführbarkeit durch rechtes Gedankengut in einer Extremsituation.

von Franco Schedl

Nachdem ein Terror-Anschlag in Berlin viele Menschenleben gefordert hat, findet die Tochter eines der Opfer in einer politischen Jugendbewegung neuen Lebensmut. Doch dort werden gefährliche Ideen entwickelt, wie uns bereits der Trailer vor Augen führt:

Extremismus und Neue Deutsche Rechte

Dieser Film über die Neue Rechte zeigt, worauf das Denken und Handeln radikalisierter Menschen zusteuert und stellt die Frage, wie verführbar wir in Extremsituationen durch solches Gedankengut sind.

Regisseur Christian Schwochow ("Deutschstunde", "Paula") und Drehbuchautor Thomas Wendrich ("Ich und Kaminski") verknüpfen in diesem Thriller auf brisante Weise die Fiktion eines beängstigenden Szenarios mit dem Geist einer Realität, vor der man nur allzu gern Augen und Ohren verschließt.

Die beiden sind mit der Materie vertraut, denn ihr erstes gemeinsames Projekt war ein Teil der 2016 ausgestrahlten ARD-Fernsehtrilogie "Mitten in Deutschland: NSU". Sie hatten sich dafür mit den TäterInnen Uwe  Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe beschäftigt.

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Ein Film, der weh tut

In einer Presse-Aussendung bringt Regisseur Schwochow seine Ansichten zu dem neuen Film auf den Punkt: "Wie gefestigt sind wir wirklich, um uns gegen Angriffe durch starke politische Parolen, aber auch durch Menschen im nahen Umfeld zu schützen, die sich immer deutlicher aus der Deckung wagen und in ihren Haltungen radikalisieren? Wir wollten und mussten einen Film machen, der uns beim Beantworten dieser Fragen weh tut. 'Je Suis Karl' spielt nicht zufällig im Berliner Friedrichshain, wo wir beide [Schwochow und Drehbuchautor Wendrich] mit unseren Familien wohnen. Wo wir zuhause sind und das Gefühl haben, emotional, moralisch und politisch auf sicheren Füßen zu stehen. Diese Sicherheit haben wir zunächst für uns selbst hinterfragt."

Der Drehbuchautor fügt hinzu: "Ich finde, dass Filme wie 'Je Suis Karl' unbedingt weh tun müssen und zwar nicht nur beim Sehen, sondern schon während der Entstehungszeit. Das hat er fünf Jahre lang auch mit uns gemacht. "

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Junge Stars

Die Hauptrollen wurden mit Luna Wedler und Jannis Niewöhner – zwei der vielversprechendsten Namen des jungen deutschsprachigen Films – besetzt. Den Part von Maxis Vater übernahm Milan Peschel. In weiteren Rollen sind Edin Hasanovic, Anna Fialová und Aziz Dyab zu sehen.

"Je Suis Karl" startet am 17. September in unseren Kinos.

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