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03/29/2022

"Moon Knight" wird richtig brutal, verrät Marvel-Chef Kevin Feige

In dieser Marvel-Serie auf Disney+ steht mit Oscar Isaac eine Figur im Mittelpunkt, die von inneren Dämonen heimgesucht wird.

von Franco Schedl, Manuel Simbürger

Oscar Isaac ("Inside Llewyn Davis", "Star Wars") ist für Marvel und das MCU in ein silbrig schimmerndes Superhelden-Kostüm geschlüpft, um den nächtlichen Kämpfer Moon Knight zu verkörpern. Diese 1975 erstmals in Marvel-Comics aufgetauchte Figur ist ein Ex-Söldner, der an einer dissoziativen Identitätsstörung leidet und im Namen der ägyptischen Mond-Gottheit Khonshu aktiv wird.

Nun wurde auch ein erster Trailer veröffentlicht, und die Szenen könnten aus einem echten Horror-Psycho-Thriller stammen:

In der Nacht der Oscar-Verleihung (auch bekannt unter: "The Night of the Slap") hat Marvel noch schnell einen neuen Trailer rausgehauen, der die Vorfreude genauso ins Unermessliche steigen lässt: 

Kevin Feige über die zu erwartende Brutalität

Marcel-Chef Kevin Feige hat sich in einem "Empire"-Interview zur Tonart der Serie geäußert und es sieht wirklich danach aus, als ob "Moon Knight" den düsteren Comics, in denen oft das Blut spritzt, gerecht zu werden versucht. Feige sagte: "Die Zusammenarbeit mit Disney+ hat wirklich Spaß gemacht. Wir konnten dabei die Grenzen immer weiter hinausschieben, denn diese Hauptfigur ist laut und brutal. Bei manchen Szenen fragt man sich reflexartig, ob man da nicht etwas zurückstecken sollte. Doch die Antwort lautet 'Nein'. Da vollzieht sich ein Wechsel der Tonart und das muss so sein, um Moon Knight gerecht zu werden."

Moon Knight ist ein talentierter Kampfstratege

Wie "Comicbook" berichtet, soll Steve Grant (die Hauptidentität, die sich der Ex-Söldner in der Serie zulegt) über ein "athletisches Talent auf olympischem Niveau" verfügen. Zudem sei er auch "in der Lage, komplexe Akrobatik auszuführen". Das war's noch nicht mit den Superhelden-Kräften von Moon Knight: Obendrein ist Grant "ein talentierter Kampfstratege" mit einem enormen Wissen über "eine Vielzahl von Waffen".

Seine dissoziative Identitätsstörung entdeckt Grant, nachdem ihn wiederholt kurze Flashbacks aus einem anderen Leben einholen. "Ab diesem Zeitpunkt beginnt der Söldner Marc Spector damit, eine parallele Identität in ihm zu manifestieren", schreibt die Website.

Wie im Comic darf natürlich in der Serie der ägyptische Gott Khonshu nicht fehlen, der Spector als seinen Nachfolger auserwählt hat.

Ethan Hawke als Arthur Harrow

Bei Comic-LeserInnen hat der düstere Charakter zwar eine stabile Fan-Community, er bleibt aber im Marvel-Universum trotzdem eher eine Randfigur. Die Schurken-Galerie von Moon Knight wirkt daher nicht so vielfältig wie bei den populären Superhelden. 

In der Serie jedenfalls wird Ethan Hawke Moon Knights Gegenspieler Dr. Arthur Harrow darstellen. Harrow ist ein Sekten-Anführer, aber vor allem ein Genetiker, der sogar für den Nobelpreis aufgrund seiner Forschung in der Schmerzmedizin nominiert wurde. Doch wie alle Comic-Schurken hat auch Harrow eine dunkle Vergangenheit – und die reicht bis in die NS-Zeit zurück ...

Interessant: Obwohl Dr. Arthur Harrow in nur einer einzigen Comic-Ausgabe von "Moon Knight" auftrat, scheint er in der Serie der Hauptgegenspieler des Helden zu sein. Die Serie dürfte sich also nicht allzu genau an die Comic-Vorlagen halten und ihren eigenen Weg gehen ...

Größerer kreativer Freiraum

Dass "Moon Knight" zumindest eine sehr außergewöhnliche und gewagte Serie wird, lässt sich bereits am Trailer erahnen – und auch Oscar Isaac hat es im "Variety's Actors on Actors"-Gespräch mit Jared Leto angedeutet:

Weil Moon Knight ein eher unbekannter Superheld im Marvel-Universum ist und es im Vergleich zu Spider-Man oder den Avengers auch nur wenig Comic-Vorlagen gibt – und somit auch keine Erwartungen des Studios, mit dem Endprodukt Geldberge zu scheffeln – war den Serien-MacherInnen ein größerer kreativer Freiraum möglich. 

"Es gab viel Raum, um Dinge auszuprobieren, weil es nicht den Druck gab, sicherzustellen, dass wir am Eröffnungswochenende möglichst viele hundert Millionen Dollar verdienen", so der Schauspieler. "Wir konnten sehr seltsame Entscheidungen treffen." 

Klingt spannend und macht neugierig!

Hier noch ganz ohne Superhelden-Kostüm: Oscar Isaac

Es wird ein tolles Marvel-Jahr!

Es ist übrigens nicht Isaacs erste Marvel-Rolle, da er 2016 bereits einen Super-Mutanten in dem Film "X-Men: Apocalypse" verkörperte. Regie führt bei der sechteiligen Serie unter anderem auch Mohamed Diab ("Clash").

2022 ist ein Marvel-reiches Jahr für Disney+, da auch noch die Serien "She-Hulk", "Secret Invasion", "Ms. Marvel" sowie ein "The Guardians of the Galaxy Holiday Special" bevorstehen.

Die Serie "Moon Knight" wird ab 30. März bei Disney+ erscheinen.

 

Diese Marvel-Filme erwarten uns:

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