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Viennale-Vorschau
08/23/2019

Programmausblick auf die Viennale 2019

Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi bot auf einer Pressekonferenz einen ersten Überblick über ein reichhaltiges Programm und stellte das heurige Plakatsujet vor.

von Franco Schedl

Am 22.8. hat Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi einen ersten Einblick in das heurige Festivalprogramm geboten, das uns zwischen 24. Oktober und 6. November erwartet.  In ihrem zweiten Jahr als Programmgestalterin nach der Ära Hans Hurch werden erneut große Namen sowie Neuentdeckungen in Aussicht gestellt. Zu den FilmkünstlerInnen, die als Gäste nach Wien eingeladen wurden, zählen zum Beispiel  Marco Bellocchio, die Gebrüder Dardenne, Lav Diaz und Elia Suleiman.

Mit Filmen wie "Synonymes" von Nadav Lapid und "Vitalina Varela" von Pedro Costa sind Preisträger der großen europäischen Festivals vertreten, aber  auch österreichische Filme werden selbstverständlich gezeigt:  "Little Joe" von Jessica Hausner, "Die Dohnal" von Sabine Derflinger, "Dieser Film ist ein Geschenk" von Anja Salomonowitz,  sowie "Space Dogs" von Elsa Kremser und Levin Peter. Mit "Varda Pas Agnès" ist der letzte Film der kürzlich verstorbenen Meisterregisseurin Agnès Varda zu sehen, "Amazing Grace", macht uns die Aufnahmesessions zum gleichnamigen wegweisenden Album der Königin des Soul, Aretha Franklin, nach fast 50 Jahren wieder zugänglich.

Neben dem HAUPTPROGRAMM gibt es noch Schienen wie RETROSPEKTIVE (in Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum gilt sie heuer dem jugoslawischen Kino im Zeichen des antifaschistischen Widerstands), MONOGRAFIEN, KINEMATOGRAFIEN und HISTORIOGRAFIEN, in denen jeweils thematische Schwerpunkte gesetzt werden.

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Beim Plakatsujet bleibt Sangiorgi dem tierischen Bereich treu: war es im Vorjahr der Ausschnitt eines Flamingokörpers, schlängelt sich heuer ein Schlangenleib über die Fläche. Das Tier gilt als Sinnbild der Verjüngung und weckt zugleich Assoziationen an heilende Kräfte oder die Sehnsucht nach Wissen und Gelehrsamkeit. Daher möchte die Viennale im Zeichen der Schlange ein Kino der Offenheit beschwören, das sich nach Entdeckungen sehnt. Und da die Schlange ein Tier ist, das die Augen niemals schließt, können sich die künftigen BesucherInnen des Festivals ein Beispiel an ihr nehmen - denn da wird es wirklich sehr viel zu sehen geben.

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