"The Housemaid": So unterscheiden sich Film und Buch
Szene aus "The Housemaid - Wenn sie wüsste"
Derzeit unterhält uns im Kino mit "The Housemaid - Wenn sie wüsste" ein fesselnder Thriller voller Suspense und schockierender Enthüllungen mit Sydney Sweeney und Amanda Seyfried in den Hauptrollen. Regisseur Paul Feig setzte den Bestseller von Freida McFadden in eine Filmversion um.
Natürlich konnte die Buchvorlage nicht 1:1 in einen Film verwandelt werden, sondern es waren einige Akzentverschiebungen und andere Änderungen nötig. Die wichtigsten Unterschiede wollen wir für euch hier spoilerfrei zusammenfassen.
Das sind die wichtigsten Unterschiede
- Der Tonfall: Drehbuchautorin Rebecca Sonnenshine hat einen "hochgeistigen" und lebhaften Ton gewählt, der für Psychothriller ungewöhnlich ist. Regisseur Paul Feig wollte unbedingt vermeiden, dass der Film zu düster oder schwermütig wird. Er setzt auf eine gewisse Vitalität – das Publikum soll teilweise sogar lachen, nicht aus Komik, sondern vor fassungsloser Begeisterung über die extremen Wendungen.
- Die Dynamik der Charaktere: Im Skript wurden die emotionalen Verbindungen zu Beginn der Geschichte noch stärker ausgebaut. Das Ziel war es, dass die Zuschauer zuerst eine tiefe Bindung zu Millie und Nina aufbauen, bevor die "Gänsehaut-Momente" und die gegenseitigen Täuschungen einsetzen.
- Räumliche Symbolik: Sonnenshine nutzt die vertikale Struktur des Winchester-Hauses - also die verschiedenen Stockwerke -, um das klassische "Oben-Unten"-Motiv (Herrschaft und Dienerschaft) visuell aufzubrechen und die Machtumkehrungen der Figuren zu verdeutlichen.
- Erweiterte Perspektiven: Während das Buch stark auf Millies Sicht fokussiert, nuzt der Film das soziale Umfeld der Winchesters – wie die tratschenden Mütter in der Nachbarschaft ("ein Nest von Vipern") – stärker als Informationsquelle und Bedrohung.
- Zustimmung der Autorin: Freida McFadden gab an, dass sie von einigen Änderungen im Drehbuch so beeindruckt war, dass sie sich wünschte, sie hätte diese Details bereits in ihrem ursprünglichen Roman eingebaut. Besonders die Art und Weise, wie die "glanzvolle Oberfläche" der Winchesters im Film langsam in ein "exzellentes Chaos" zerfällt, hat sie überzeugt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Film die psychologischen Spielchen des Buches in einen "visuellen Rausch" verwandelt, der die Spannung durch ein Spiel mit Licht, Schatten und der Architektur des Hauses verstärkt.
"The Housemaid - Wenn sie wüsste" ist derzeit in unseren Kinos zu sehen. Hier geht's zu den Spielzeiten!