© Viennale/Robert Newald

Viennale-Tipps
10/21/2020

Viennale: 5 Filme, die man nicht verpassen sollte

Obwohl die Viennale dieses Jahr um drei Tage verkürzt wurde, sorgt die Vielzahl an Filmen bei manchen für Überforderung.

von Oezguer Anil

Nachdem wir euch bereits die meisterwartetsten heimischen Filme auf der Viennale vorgestellt haben, präsentieren wir euch nun die Highlights der internationalen Filmwelt. Mit dabei sind die großen Festivalerfolge dieses Jahres und eine Mutprobe.

First Cow

Die US amerikanische Regisseurin Kelly Reichardt liefert hier ihre ganz eigene Version eines Westerns ab. Im Oregon der 1820er lernen sich ein Koch und ein chinesischer Immigrant kennen, die beide ein Auge auf die Milch der ersten importierten Kuh in der Region geworfen haben. Reichardt erzählt mit ruhigen Bildern im 4:3 Format eine berührende Geschichte über Freundschaft und die Tücken des Kapitalismus. „First Cow“ ging auf der heurigen Berlinale zwar leer aus, aber hätte sich definitiv den Goldenen Bären verdient gehabt.

Vorstellungen:

24.10 23 Uhr im Gartenbaukino

26.10 20:30 im Gartenbaukino

28.10 15:30 im Stadtkino

30.10 18:30 in der Urania

31.10 18 Uhr im Filmcasino

Druk

Das dänische Drama erzählt die Geschichte einer Gruppe von Schullehrern, die einen Weg suchen, um aus ihrem öden Alltag auszubrechen. Die Theorie eines norwegischen Philosophen, die behauptet, der menschliche Körper sei von Natur aus mit 0,5 Promille Alkohol zu wenig ausgestattet, treibt die Herrenrunde in ein etwas ungewöhnliches Trinkspiel. Sie versuchen während ihrer Arbeitszeit konstant einen Alkoholspiegel von 0,5 Promille zu halten. Die neuen Perspektiven, die sich daraus für sie eröffnen, bleiben da natürlich nicht ohne Folgen.

Vorstellungen:

23.10 14:30 im Gartenbaukino

25.10 23:15 im Gartenbaukino

29.10 6:30 im Gartenbaukino

30.10 18 Uhr Admiralkino

1.11 18 Uhr im Votiv Kino

Never Rarely Sometimes Always

Ein 17jähriges Mädchen aus Pennsylavnia ist ungewollt schwanger. Um eine Abtreibung vornehmen zu lassen, fährt sie mit ihrer Freundin nach New York und verliert sich im Dschungel der Großstadt. Eliza Hittman wirft einen einfühlsamen Blick in ein sogar heute noch polarisierendes Thema. Ihr gelingt es glaubhaft, das Leiden ihrer Hauptfigur zu zeigen, ohne sie dabei als naives Kind zu porträtieren. „Never Rarely Sometimes Always“ ist großes US-Kino abseits von Superhelden-Sequels und Actionblockbustern.

Vorstellungen:

24.10 20:30 im Gartenbaukino

25.10 20:30 im Votiv Kino

26.10 18 Uhr im Stadtkino

27.10 6:30 im Gartenbaukino

28.10 18 Uhr im Filmcasino

Sheytan vojud nadarad (There is no Evil)

Es sind vier einzelne Geschichten. Sowohl Auswahl wie Reihenfolge sind von großer Bedeutung, denn als Ganzes ergeben sie einen starken und nachhaltigen Appell gegen die Todesstrafe. Bis in die jüngste Vergangenheit wurden im Iran einfache Armeerekruten als Henkershelfer herangezogen, mit, wie Rasoulof zeigt, weitreichenden Folgen sowohl für die jungen Männer als auch deren Familien. Jede der Geschichten deckt eine weitere Facette der Täter- und Mittäterschaft auf und bereitet manchen Schockmoment. Völlig ohne Pathos, mit enormer Beherrschtheit und deshalb umso zwingender entwickelt der Film sein Anliegen so fesselnd wie erzählerisch präzise.

Vorstellungen:

24.10 21:30 in der Urania

28.10 20:30 im Votiv Kino

30.10 11:30 im Gartenbaukino

31.10 17:30 Blickle Kino

Malmkrog

Ein Film für die ganz Mutigen. Cristi Puius dreieinhalbstündiger Dialogfilm basiert auf dem Buch „Drei Gespräche“ des russischen Philosophen Wladimir Solowjow. Eine Gruppe von Aristokraten findet sich in einem verschneiten Anwesen ein, wo sie über Krieg, Religion, Tod und Moral debattieren. In langen ungeschnittenen Kameraeinstellungen, sprechen die Darsteller 1:1 den Text von Solowjow nach. Diese langen Gespräche zeigen mit einer beängstigenden Klarheit die prophetische Kraft von Solowjows Text. „Malmkrog“ entstand im Zuge eines Schauspiel-Workshops und gleicht mehr einem filmischen Experiment als einem durchgeplanten Epos.

Vorstellungen:

28.10 21:12 im Stadtkino

29.10 18 Uhr im Blickle

31.10 11 Uhr in der Urania

Tickets für die Filme könnt Ihr hier kaufen.

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