"Wenn das Licht gefriert“: Adele Neuhauser ermittelt alleine

Gruppenbild des Film-Teams: Adele Neuhauser hält Filmklappe
Andreas Prochaska inszeniert einen starbesetzten TV-Thriller, in dem ein 26 Jahre zurückliegender Mord aufgeklärt werden soll.

"Wenn das Licht gefriert" kommt es vermutlich zu einem Stromausfall. Aber wir wollen uns jetzt in keine elektro-technischen Fragen vertiefen, da es sich hier um einen Filmtitel handelt, der wohl eher poetisch zu verstehen ist. Adele Neuhauser wird in dem neuen ORF/SWR-Thriller von Andreas Prochaska mit einem lange zurückliegenden Verbrechen konfrontiert und nimmt als Privatperson Mordermittlungen auf, bei denen sie in Lebensgefahr gerät. Das Drehbuch nach einem Roman von Roman Klementovic stammt aus der Feder von Karin Lomot. Der TV-Krimi wurde Ende 2025 gedreht und soll heuer in ORF 2 und auf ORF ON zu sehen sein. 

Worum geht es in "Wenn das Licht gefriert" und welche Stars spielen mit?

Elisabeth (Adele Neuhauser) lebt eigentlich ein beschauliches Leben. Sie liebt ihren Mann Friedrich (Erwin Steinhauer) und ihre beiden Kinder, die mittlerweile längst erwachsen und ausgezogen sind. Friedrichs Alzheimer-Erkrankung belastet das Eheleben freilich, doch Elisabeth müht sich nach Kräften, ihrem Mann zur Seite zu stehen. Als er eines Tages mit ihr gemeinsam einen TV-Beitrag über den 26 Jahre zurückliegenden Mord an der jungen Anna (Paula Hainberger) sieht, fängt er plötzlich an, Details preiszugeben, die niemals an die Öffentlichkeit gelangt sind. Elisabeth versucht zu verdrängen, was sie gehört hat, denn der Mann, mit dem sie fast ihr ganzes Leben verbracht hat, kann doch nicht der Mörder von Anna, der besten Freundin ihrer Tochter, sein? Ist Friedrich etwa nicht der Mensch, für den sie ihn all die Jahre gehalten hat?

Mit niemandem kann sie über ihren schrecklichen Verdacht sprechen, nicht einmal mit ihrem Sohn (Christoph Luser) oder dessen Frau (Anna Unterberger), die eine echte Stütze in ihrem Leben ist. Auch der pensionierte Ermittler Harald Lorenz (Gerhard Liebmann) scheint mehr zu wissen, als er vorgibt. Hin- und hergerissen zwischen Verdrängung und dem Wunsch nach Aufklärung beginnt sie zu recherchieren – was nicht überall auf Begeisterung stößt, nicht einmal bei Annas Mutter, die vor dem Mord eine gute Freundin der Familie war, und auch nicht bei Friedrichs Bruder (Fritz Karl), dem ehemaligen Diskotheken-Besitzer, von dessen Lokal Anna damals nicht nach Hause gekommen war. Immer mehr gerät Elisabeth in einen Strudel von Verdächtigungen und Zweifel, und je näher sie der Wahrheit kommt, desto mehr gerät auch sie in Lebensgefahr …