Wonder Woman 1984

© Warner Bros.

News
12/29/2020

"Wonder Woman 1984" provoziert ablehnende Tweets

Gegen den neuen Superheldinnen-Film mit Gal Gadot werden ziemlich schwerwiegende Vorwürfe erhoben.

von Franco Schedl

Gal Gadots zweiter Auftritt als Superheldin hätte eigentlich triumphaler ausfallen sollen, doch das Drehbuch, an dem neben Regisseurin Patty Jenkins noch Geoff Johns und Dave Callaham mitgearbeitet haben, ruft aus diversen Gründen eine Welle der Ablehnung hervor. Vorwürfe über Rassismus und Sexismus häufen sich. Wir haben die wichtigsten Twitter-Reaktionen zusammengefasst – doch Vorsicht: SPOILERWARNUNG!

Ein Teil der Handlung ist im Ägypten der 1980er-Jahre angesiedelt und die Darstellung des Landes sowie Wonder Womans Verhaltensweisen lassen einen Twitterer von der "typischen weißen Retterin" sprechen.

Der Kultur-Journalist Ahmed Ali Akbar war erstaunt darüber, wie rassistisch sich der Film präsentiert und wie einseitig die arabischen Figuren dargestellt werden.

Für den Twitterer Yussef Cole wurden im Drehbuch einfach all die islamophoben Stereotype aus entsprechenden Filmen der 80er-Jahre übernommen. Das wird vor allem an der Figur eines Muslims deutlich, der eine Mauer um sein Land ziehen will, um die Feinde draußen zu halten.

Außerdem wird auch Gal Gadot persönlich angegriffen: In einer Szene rettet Wonder Woman vier Kinder mit Hilfe einer Rakete das Leben –  also schützt sie die Kinder nicht vor einer Rakete, wie der Twitterer zunächst irrtümlich behauptet hatte. Doch der eigentlich Grund zur Empörung besteht für "Shtetl-Curious" darin, dass Gadot, die zwei Jahre bei der israelischen Armee diente, offenbar im Jahr 2014 eine Bombardierung von Gaza Beach, bei der vier Kinder den Tod gefunden haben, gutgeheißen hat.

In einer weiteren Szene hat Wonder Woman Sex mit ihrem Love-Interest Steve Trevor (Chris Pine), der zuvor den Körper mit einem anderen Mann getauscht hat. "M she/her" entwickelt auf Twitter ein ethisches Problem: Da das Opfer zum Zeitpunkt des Körper-Tausches bewusstlos war, hatte es keine Möglichkeit, seine Zustimmung zu der Handlung zu geben. Man könnte das sogar für eine Form von Vergewaltigung halten.

Und schließlich steht auch noch den vernichtenden Vorwurf im Raum, dass "Wonder Woman 1984" einfach ein schlechtes Drehbuch aufzuweisen hat und absolut keinen Sinn ergibt.

Gadot oder DC haben auf die Tweets nicht reagiert. Die Schauspielerin fand sich erst kürzlich mit einem ähnlichen Vorwurf konfrontiert: Nachdem bekannt wurde, dass Gadot für die Rolle der Cleopatra vorgesehen ist, hat man das als Hollywood-typisches "White-Washing" einer historischen ägyptischen Figur aufgefasst.

Nach mehrfachen Verschiebungen hat "Wonder Woman 1984" derzeit keinen konkreten Start-Termin in Österreich.

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