Nicht löschbares Feuer

 BRD 1969
Avantgarde, Kurzfilm 
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Politraum Kino. Flugblattfilm, Lehrfilm, Agitpropfilm, Punkfilm - mit all diesen Etikettierungen ist dieser Film versehen.

Ein Film, in dem Brecht als Gespenst wiederkehrt, als Erbe, dessen man sich bedient. Einfache Lösungen werden verweigert, die Schauspieler handeln in distanzierendem Gestus. Und vor allem: Es gilt, den Zuschauer mitzudenken, das Umfeld, "das Verhältnis von Menschen untereinander, das über den Film vermittelt ist". Abbilder ohne das Bewusstsein einer Gebrauchsweise bleiben wirkungslos. In NICHT LÖSCHBARES FEUER gibt Harun Farocki dazu einen unerwarteten Einsatz: den eigenen Körper und den Schmerz.
Zunächst ein kahler Raum, ein leerer Tisch. Farocki sitzt daran und liest einen Bericht vor über einen amerikanischen Angriff auf ein vietnamesisches Dorf und den Einsatz von Napalm, "dem nicht löschbaren Feuer". Am Ende des Textes geht der Blick vom Blatt Papier auf die eigene Hand. "Wie können wir Ihnen Napalm im Einsatz zeigen, und wie können wir Ihnen Napalm-Verbrennungen zeigen? Wenn wir Ihnen ein Bild von Napalm-Verletzungen zeigen, werden Sie die Augen verschließen ..." Der Rest ist Filmgeschichte. Die Zigarettenglut auf dem Handrücken Farockis. Ein Zigarette brennt mit 500 Grad Celsius, Napalm aber mit 4000 Grad.
Länge: 25 Min.

Details

Harun Farocki, Hanspeter Krüger, Eckart Kammer, Caroline Gremm, Gert Volker Bussäus, Ingrid Oppermann
Harun Farocki
Gert Conradt
Harun Farocki

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