Northanger Abbey

 
Drama 
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Michael Judd, Julia Dearden
Jon Jones

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Tod der Schwiegermutter
    Die Verfilmung lehnt sich sehr eng an die Romanvorlage an. Sie hätte auch der Autorin gefallen. Lange Dialoge sind in ein stimmungsvolles Ambiente eingebettet. Nur in Träumen werden leichte Schreckensszenarien und Wünsche bildlich dargestellt oder die Tapete wächst animiert in die nächste Einstellung. Die Umsetzung des Lesestoffs der Heldin als Albtraum bringt ein wenig Action. Eine willkommene Abwechslung zum tatsächlichen Geschehen. So kommt noch ein klitzekleiner Touch von Gothic hinzu: der mysteriöse Tod von Lady Tilney. Im Großen und Ganzen passt die Form zum Inhalt. Jane Austen konnte keinen Krimi schreiben, eher eine Romanze.
    Catherine, die zentrale Figur (Felicity Jones), überzeugt mit ihrer unbekümmerten Frische und der alte General Tilney (Liam Cunningham) schaut gekonnt unentwegt grimmig drein. Das macht das allseits erwartete Doppel-Happy End noch erträglicher.
    Bereits im ersten Satz wird Austen zitiert: ‘Niemand, der Catherine in ihrer Kindheit gesehen hatte, hätte in ihr eine spätere Heldin vermutet.‘
    Und sie hat auch das letzte Wort, indem sie sich an den Leser wendet, was höchst ungewöhnlich für sie ist ‘Ich überlasse es jeden einzelnen, ob ich elterliche Tyrannei befürworte oder den Ungehorsam der Tochter.‘
    Werkgetreu aber verständlicher und unterhaltsamer als der Roman. Für interessierte Liebhaber des Genres.