Parasite

Huba

PL, GB, 2014

Drama

Min.66

Huba beginnt mit einem Schwenk über eine Industrielandschaft zu Sonnenaufgang und einem medizinischen Check-up. In reduzierten Bildern wird die Geschichte eines pensionierten Fabrikarbeiters erzählt, den buchstäblich etwas auffrisst. Nach dem Verlust der sinnstiftenden Arbeit kann er alltäglichen Verrichtungen nicht mehr nachgehen, leidet unter Schlaflosigkeit. Eine junge Frau mit einem kleinen Baby zieht bei ihm ein, auch sie sprachlos, eigenartig distanziert zu ihrem Kind, doch – im Gegensatz zum Mann – dauernd hungrig. Sie wäscht, kocht und putzt, ansonsten scheint sie kein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Einen kurzen Ausbruch aus ihrer Routine erlebt sie bei einem Motorcross-Rennen. Es ist wiederum die Frage nach der Wechselwirkung zwischen „den Verhältnissen“, der Gesellschaft und den Individuen, der Anka und Wilhelm Sasnal in ihrem vierten Langfilm nachgehen. Wie verändern sich Rollenbilder und Lebensmodelle mit den post-industriellen Nachwirkungen des Kommunismus? Hat sich überhaupt etwas verändert oder ist die Conditio humana per se eine entfremdete? (Claudia Slanar)

IMDb: 5.5

  • Schauspieler:Joanna Drozda, Jerzy Gajlikowski, Wojtek Słowik, Anna Łącka-Szczygieł, Krzysztof Pabian

  • Regie:Anka Sasnal, Wilhelm Sasnal

  • Kamera:Wilhelm Sasnal

  • Autor:Anka Sasnal, Wilhelm Sasnal

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