Rot und Blau (2003)

D, 2003

Drama

Min.113

Die Architektin Barbara Bärenklau wollte eigentlich Rennfahrerin werden. Jetzt entwirft sie erfolgreich Siedlungen, Häuser: Stabilität, die mit ihrem Leben scheinbar übereinstimmt. Tatsächlich jedoch bleibt ihr Leben fragil. Vor zwanzig Jahren lebte Barbara glücklich, mit einem anderen Mann und der gemeinsamen Tochter Ilke. Bis der Vater, ein erfolgreicher türkischer Teppichhändler, wegging und Ilke mitnahm. Seit damals hat sie nichts mehr über ihre erste Tochter erfahren. Nun taucht sie wieder auf, ein Engel, der die Botschaft aus einer geleugneten Vergangenheit bringt, so wundersam, dass sie fast bedrohlich wirkt. Ilke betritt Barbaras Haus, ihr Leben, ihre Familie, ohne diese zunächst aus der Ruhe zu bringen. Aber die Begegnung mit der Vergangenheit ist kompromisslos. (Susanna Cardelli) Der Rohschnitt ist fertig! In 7 Tagen! 137 Minuten! So lange war schon seit vielen Jahren kein Film mehr von mir. Ich hab mir entgegen meiner bisherigen Praxis, das, was wir heute geschnitten haben, nochmal angeschaut. (Wer darüber nachdenkt, was man gerade gemacht hat, kommt nie ans Ziel.) Die oft ungewöhnlichen Kadrierungen passen zueinander, als hätten wir beim Drehen immer auch parallel geschnitten. Ich denke, der Film ist ein Glücksfall ein Geschenk! So was kann man sich nicht vorher ausdenken. So was kann nur entstehen, aus sich selbst heraus, aus einer ungewöhnlichen Konstellation. Ich fange an, mir Gedanken zu machen, wie der dritte Teil der Trilogie aussehen könnte. (Rudolf Thome, «Notizen aus dem Schneideraum», 25. 5. 2003)

IMDb: 6.7

  • Regie:Rudolf Thome

  • Kamera:Michael Wiesweg

  • Autor:Rudolf Thome

  • Musik:Wolfgang Böhmer

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