Throw Down

 Hongkong 2004

Rudao longhu bang

Drama 94 min.
film.at poster

Der ehemalige Judokämpfer Sze-To hat den Sport plötzlich aufgegeben und verbringt seine Tage als alkoholsüchtiger Pub-Keeper in Videospielhallen.

Sein Vermögen schmilzt dabei schnell zusammen. Auf seiner zielstrebigen Fahrt in den Untergang trifft er die Sängerin Mona und den Judokämpfer Tony, der ihn immer wieder zum Kampf heraufordert all das im düsteren, nur durch spärliche Neonreklamen erleuchteten Hongkong. Obwohl To seine Erzählung, getragen von einer nächtlichen Atmosphäre und teilweise durchaus schrullig gehaltenen Charakteren in die klassische Struktur einer Martial Arts-Geschichte verpackt, begibt er sich nie auf gängiges Actionfilm-Terain. Glänzend choreografiert er die wunderbare Parabel eines Lebenskampfes eines Kampfes gegen persönliche Ängste, der nur durch Selbstverständnis und Selbstakzeptanz gewonnen werden kann. Während die Dialoge von bittersüßem Humor durchzogen sind, strukturieren die kunstvoll choreografierten und doch authentisch anmutenden Judo-Actionszenen die Erzählung. Versehen mit Tos typisch grobkörniger und karger Filmsprache, singt Throw Down eine raue Ode an ein mit Neonlichtern nur spärlich beleuchtetes, düsteres Hongkong. (Giovanna Fulvi)

(Text: Viennale 2004)

Details

Louis Koo (Sze-To), Cherrie Ying (Mona), Aaron Kwok (Tony), Tony Leung (Triadenboss)
Johnnie To
Peter Kam
Cheng Siu Keung
Yau Nai Hoi, Yip Tin Shing, Au Kin Yee

Kritiken

Kinoprogramm

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