Sanam

 Iran 2000
Independent 
film.at poster

Eine karge Steppenlandschaft. Der Junge Issa beobachtet, wie Reiter einen Mann verfolgen. Ein Schuss fällt, und eine Geschichte über die Suche nach Wahrheit und Identität beginnt. Issas Vater soll ein Pferdedieb gewesen sein. Deshalb haben ihn seine Verfolger erschossen. Sanam, Issas Mutter, will die Schuldlosigkeit ihres Mannes beweisen und vernachlässigt dabei ihren Sohn, der nicht Schäfer werden will, sondern wie sein Vater Pferde liebt. Issa fühlt sich von aller Welt unverstanden und sucht seinen eigenen Weg, um die Wahrheit über das Leben und den Tod seines Vaters herauszufinden.Sanam ist ein sehr persönlicher Film. Es ist eine Geschichte, die ich schon lange verfilmen wollte, schon vor meinem ersten Film Season Five. Ich habe mit meinen Eltern am Drehbuch gearbeitet. Ich habe an dem Ort, wo der Film entstanden ist, einen Teil meiner Kindheit verbracht. Die Familie meiner Mutter stammt von dort. Ich habe lange nach einem Kind als Darsteller gesucht, in den Dörfern. Ich dachte, es würde einfach sein, aber dann hätte ich den Film beinahe absagen müssen, weil ich niemanden fand. Schließlich hatte ich Glück. Ich ging zu einer Telefonzelle, der einzigen in dem Dorf, und da war der Junge, den ich gesucht hatte. (Rafi Pitts)Wer in Rafi Pitts' Spielfilm die Wahrheit auf seiner Seite hat, erfährt auch der Zuschauer nicht. In den wenigen Worten, die gewechselt werden, ist sie ohnehin nicht auffindbar. Wahrhaftig aber sind die Bilder der kargen Steppenlandschaft, in der das einfache Polizeigebäude mit der wehenden Fahne wie eine uneinnehmbare Festung erscheint. Und ganz eigene, wahre Geschichten erzählen auch die Gesichter der Darsteller, die immer wieder in Großaufnahmen erscheinen. (Thomas Groß)

Details

Roya Nonahali (Sanam), Ismail Amini (Issa), Farrokh Nemati (Der Landbesitzer)
Rafi Pitts
Baba Ayub
Farhad Saba
Malek D. Khazai, Rafi Pitts
TVOR

Kritiken

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