© Youtube/ Deutschland Akut 27.11.2013

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02/22/2021

"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo": Das wurde aus Christiane F.

40 Jahre nach dem Film "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" erschien auf Amazon jetzt die gleichnamige Serie. Wie geht es der realen Christiane F. heute?

von Lana Schneider

Ender der Siebziger wurde die Biografie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane Felscherinow und dem "Stern" herausgebracht. Das Buch über heroinabhängige Teenies in Berlin ist noch heute oft Thema und gilt quasi als Pflichtlektüre an vielen Schulen. 

2021 griff Amazon die Thematik erneut auf und ließ 40 Jahre nach der Filmadaption eine achtteilige Serie produzieren. Die Serie zeigt auf, dass die Geschichte rund um Christiane F. und ihrer Clique auch heute noch aktuell ist. Doch wie geht es eigentlich der realen Christiane Felscherinow heute?

Nach der Veröffentlichung ihrer Biografie wird Christiane F. als 16-Jährige zur vermutlich berühmtesten suchtkranken Frau Deutschlands. In den Jahren darauf versuchte sie sich unter anderem als Schauspielerin und Sängerin – unter den Künstlernamen Christiana bzw. Christiane F. veröffentlichte sie insgesamt vier Lieder.

Christiane F. kämpft mit Rückfällen

Immer wieder berichteten Medien über Rückfälle von Christiane Felscherinow, die ihre Drogensucht eigenen Angaben zufolge inzwischen mithilfe eines Methadon-Programms unter Kontrolle halten möchte.

1996 gebar sie ihr Kind Philipp in Berlin. 2008 wurde ihr das Sorgerecht aufgrund eines Rückfalls entzogen. Zwei Jahre später erlangte sie dieses zwar wieder zurück, ließ ihren Sohn jedoch bei seiner Pflegefamilie, um ihn nicht aus seinem neuen Umfeld zu reißen.

2013 veröffentlichte sie ihr zweites Buch "Christiane F. – Mein zweites Leben". "Die einen lernen, damit zu leben, die anderen verrecken daran. Es ist ein schmaler Grat dazwischen", schreibt sie darin. Teile des Erlöses der Autobiografie gingen an die "Christiane F. Stiftung", die sich um drogenabhängige Kinder kümmert und ihnen Auswege bieten möchte. "Wir leben in einer Gesellschaft, die dem Rausch huldigt und den Süchtigen verachtet", wird Felscherinow auf der Website der Stiftung zitiert.

Rückzug aus der Öffentlichkeit

Kurz nach Veröffentlichung ihres zweiten Buchs zog sich die Berlinerin aus dem öffentlichen Leben vollkommen zurück. Auf ihrer Website schrieb sie im Jänner 2014: "Ich verabschiede mich (...) Ich bin eine kranke Frau Anfang 50”. Sie habe gesundheitliche Beschwerden und das Gefühl, dass sie den Erwartungen vieler Menschen nicht gerecht werden könne.

Seit dem Statement wandte sich Christiane Felscherinow nicht mehr an die Öffentlichkeit.

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