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Stars
08/19/2021

Method Acting: 7 Stars, die alles für ihre Rolle gaben

Einige SchauspielerInnen nutzen Method Acting, um sich vollkommen in ihre Figuren reinzuversetzen.

von Oezguer Anil

Das 1930 von Lee Strasberg und Elia Kazan ins Leben gerufene Method Acting ist eine der intensivsten Methoden für SchauspielerInnen, um sich in ihre Figuren hinein versetzen zu können.

Die Technik besteht aus einer Mischung aus Gedächtnisübungen und emotionalen Erinnerungen, die man sich während der Vorbereitung aneignet. Viele Hollywood-Größen setzen seit Jahrzehnten auf das Method Acting und beschritten dabei ungewöhnliche Wege, um sich in ihre Rolle einfühlen zu können.

Diese 7 SchauspielerInnen gaben alles für ihre Rollen:

Robert De Niro

Während der Vorbereitung für seine Rolle in "Taxi Driver" arbeitete Robert De Niro zwölf Stunden am Tag als Taxifahrer. Die meisten seiner KundInnen erkannten ihn nicht, aber ein junger Fahrgast bemerkte schnell, um wen es sich hinter dem Steuer handelte.

Er sprach De Niro darauf an, dass er doch erst kürzlich einen Oscar erhalten habe, sei es denn tatsächlich so schwer, als Schauspieler zu überleben. De Niro antwortete mit einem trockenen: "Ja".

Al Pacino

Während der Dreharbeiten zum Film "Serpico" ließ sich Al Pacino vollkommen auf seine Rolle als Polizist ein. In seiner Autobiografie schrieb er, dass er während eines drehfreien Tages aus einem Taxifenster schaute und ihm von einem LKW Staub ins Gesicht geblasen wurde. Er war so wütend auf den Fahrer, dass er aus dem Taxi sprang, auf die Fahrerkabine zu rannte, dem Fahrer seine falsche Polizeimarke aus dem Film entgegenstreckte und ihm sagte, dass er verhaftet sei. Als er jedoch bemerkte, was er da eigentlich tat, drehte er sich wieder um und stieg ins Taxi.

Jamie Foxx

Für das Biopic "Ray" schlüpfte Jamie Foxx in die Rolle des blinden Pianisten Ray Charles. Um die Rolle so authentisch wie möglich spielen zu können, ließ er sich jeden Tag für 14 Stunden die Augen zukleben.

In einem Interview mit der "New York Times" sprach er über das klaustrophobische Erlebnis und verglich die Erfahrung mit einem Gefängnisaufenthalt. An manchen Tagen ließen ihn die Crewmitglieder sogar vollkommen alleine durch das Set wandern, damit er ein besseres Gefühl für die Rolle bekomme.

Tom Holland

Um sich für seine Rolle als "Spider-Man" vorzubereiten ließ sich Tom Holland in einer Eliteschule in der Bronx einschreiben. Er legte sich einen neuen Namen und einen falschen Akzent zu, damit ihn die anderen SchülerInnen nicht erkennen würden. Nach zwei Tagen Chemieunterricht war dem Darsteller jedoch so langweilig, dass er versucht hat, seine MitschülerInnen davon zu überzeugen, dass er der neue Spider-Man sei.

Halle Berry

1991 spielte Halle Berry in Spike Lees Film "Jungle Fever" eine drogenabhängige Frau. Sie ist in Suchthilfeeinrichtungen gegangen, um sich ein Bild vom Umfeld ihrer Figur zu machen. Während des Drehs hat sich Berry zehn Tage lang nicht gewaschen, um sich auch körperlich in ihre Rolle zu transformieren.

Daniel Day Lewis

Daniel Day Lewis ist bekannt dafür, dass er sich vollkommen in seinen Rollen verliert. Für das historische Drama "Der letzte Mohikaner" lernte er Tiere zu häuten, Kanus zu bauen, Messerwerfen und eine Muskete während des Laufen nachzuladen. Er lehnte jegliche moderne Technologie am Set ab.

Der Film "Hexenjagd" spielt in einem ländlichen Dorf des 17. Jahrhunderts, in dem es weder Strom noch fließendes Wasser gibt. Um sich in die damaligen Lebensumstände reinversetzen zu können, baute Lewis das Haus seiner Figur mit eigenen Händen und reiste nur per Pferd.

Nicole Kidman

Kidman ist in der Serie "Nine Perfect Strangers" als mysteriöse russische Wellnessspezialistin Masha zu sehen. In einem Interview beim Panel der "Television Association Critics" sprach sie über ihren Zugang zur Figur und erzählte, dass sie fünf Monate lang in der Rolle von Masha blieb. 

"Ich habe nur auf den Namen Masha reagiert. Ich wollte eine sehr ruhige und heilende Energie ausstrahlen. Ich bin zu Leuten hingegangen und habe ihnen meine Hand aufs Herz gelegt oder ihre Hand gehalten. Sie haben mit mir geredet und mich Nicole genannt, doch ich habe sie ignoriert. Wäre ich nicht in der Rolle geblieben, hätte ich das Gefühl bekommen, eine Performance abzuliefern, und das wollte ich nicht", so Kidman.

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