Strajk - Die Heldin von Danzig

 D/Polen 2006
Drama 104 min.
6.90
Strajk - Die Heldin von Danzig

Die couragierte, einfache Werft-Kranführerin Agnieszka wird zur Mitgründerin der freien Gewerkschaft Solidarnosc.

Auch Schlöndorff hat in seinem Werk eine »Danziger Trilogie« geschaffen. Nach DIE BLECHTROMMEL und DER UNHOLD bildet STRAJK den dritten Teil dazu. Im Zentrum stehen die polnische Streikwelle in der Danziger Werft 1980 und die Gründung der Solidarnoœæ.

"Strajk - Die Heldin von Danzig" erzählt eine wahre Geschichte: Die couragierte, einfache Werft-Kranführerin Agnieszka (Katharina Thalbach) wird zur Mitgründerin der freien Gewerkschaft Solidarnosc in Polen. Durch ihr eisernes Engagement schreibt sie eine Episode der Weltgeschichte mit.

Details

Katharina Thalbach, Andrzej Chyra, Dominique Horwitz, Andrzej Grabowski, Dariusz Kowalski, u.a.
Volker Schlöndorff
Jean Michel Jarre
Andreas Pflüger, Sylke René Meyer

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Stille Heldin
    Es ist nicht nur ein sehr guter Film, den Volker Schlöndorff hier abgeliefert hat, sondern auch ein ganz wichtiger. Mit feinem Gespür für echte menschliche Tragik erteilt er uns außerdem noch eine Lektion in Sachen Zeitgeschichte.
    Die alleinerziehende Agnieszka, eindrucksvoll dargestellt von Katharina Thalbach, arbeitet sich, obwohl Analphabetin, von einer Hilfsarbeiterin zur Kranführerin empor und prangert mutig die Missstände auf der Werft gegenüber Partei und Betriebsleitung an.
    Als 1980 die Arbeiter der Danziger Werft streikten und kurz danach die Solidarnosc die politische Landschaft in Polen total in Richtung Demokratisierung umkrempelte, wusste jeder im Westen, dass der Held der Gewerkschaft Lech Walesa war, der dann ja auch später mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Doch jetzt dokumentiert dieser Film, dass Anna Walentynowicz (hier die Agnieszka) die eigentliche Vorkämpferin war. Sie hatte die weitsichtigeren Perspektiven und den großen Rückhalt bei den Arbeitskollegen, während Walesa nicht über den Tellerrand der Verbesserung der Arbeitsbedingungen hinaus denken konnte. Die Walentynowicz blieb aber im Hintergrund, weil sei der Meinung war, dass an die Spitze ein Mann gehöre. Nach damaligem Verständnis hätte er mehr Aussicht auf Erfolg.
    Schlöndorff setzt Anna Walentynowicz ein Denkmal, ohne Lech Walesa zu demontieren.