Sunshine State

USA, 2001

Independent

John Sayles Sunshine State gehört zur Gattung der Americana. Der Film erforscht anhand der wechselvollen Schicksale dreier unterschiedlicher Familien die Welt von Delrona Beach, einer fiktiven kleinen Küstenstadt in Florida. Die Story spielt während des Buccaneer Days Festivals, einer einwöchigen neuen «Tradition», die von der lokalen Handelskammer aus dem Boden gestampft wurde. Die Gemeinde befindet sich im Würgegriff der «Developer», die aus dem unspektakulären Küstenort ein hochgestochenes, parfümiertes Paradies für sonnenhungrige Nordstaatler machen wollen. Die Einheimischen sind hin- und hergerissen zwischen der Möglichkeit, dabeizusein und Geld zu machen oder lieber alles so zu lassen, wie es ist. Die Eindringlinge aus dem Norden wollen das gute Leben genießen und/oder einen schnellen Dollar verdienen. Die ganze Region und ihre Einwohner sind in Veränderung begriffen. Wir haben lange die Tradition des Selfmade-Man gefeiert, des unternehmerischen Neuerungsgeistes, der allein durch Erfindungsreichtum und harte Arbeit ein Vermögen schafft. Viele Gesetze wurden gemacht, um Monopole zu bekämpfen. Aber in den letzten 15 Jahren kam es zu einer Koalition von Regierung und internationalem Business, durch die das Großkapital die Vertreibung des kleinen sicherstellen konnte. Heute betrachtet man Patriotismus und Konsumismus als nahezu identische Tugenden. Der durchschnittliche Bürger hat weniger Kontrolle über sein Leben. Nahrung, regionale Kultur und Unterhaltung sind homogenisiert. Selbst die Geschichte wird, wie in Sunshine State, zu einem Handelsgut. (John Sayles)

  • Regie:John Sayles

  • Kamera:Patrick Cady

  • Autor:John Sayles

  • Musik:Mason Daring

  • Verleih:Sony Pictures

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