Takva - Gottesfurcht

 Türkei/Deutschland 2006

Takva

Drama 13.06.2008 97 min.
7.40
film.at poster

Der Film führt vor, wie ein rechtschaffener gläubiger Mann überfordert ist, wenn er plötzlich mit der "großen Welt" und ihren Problemen konfrontiert wird.

Der strenggläubige Moslem Muharrem richtet sein Leben ganz nach den Regeln eines erzkonservativen Ordens in Istanbul aus. Als er zum ersten Mal mit der modernen Welt konfrontiert wird, muss er entdecken, dass auch er der Versuchung durch Sünde, Heuchelei und Gotteslästerung nicht widerstehen kann. Eine Erkenntnis, die für ihn zur unerträglichen Qual wird.

Mit TAKVA - GOTTESFURCHT legt der junge türkische Regisseur Özer Kiziltan ein bildgewaltiges und aufwühlendes Drama vor, das auf einem schmalen Grat zwischen Authentizität und surrealer Intensität von den inneren Konflikten erzählt, die einen Menschen an seine Grenzen bringen können. Dabei zeichnet er gleichzeitig ein brandaktuelles Bild vom Aufeinanderprallen von fanatischem Glauben und westlicher Lebensweise im Islam.

SFF Hauptpreis - Herz von Sarajewo 2007

Details

Erkan Can, Meray Ülgen, Güven Kirac
Özer Kiziltan
Gökce Akcelik
Soyut Turan
Önder Cakar
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Feuchte Träume eines Muselmane
    Ein ungewöhnlicher Film. Ungewöhnlich, weil er sich in seinem Verlauf auf mehrere Ebenen begibt. Zunächst werden wir in eine Welt geführt, die uns fremd und unverständlich vorkommt. Der Tagesablauf der Muselmanen wird von der Region bestimmt. Selbst der Small Talk besteht aus religiösen Floskeln. Dann erkennt man die mafiöse Struktur einer Bruderschaft. Hier beginnt der Aufstieg von Muharrem, einem gläubigen Muslims (beindruckend Erkan Can) als Geldeintreiber. Als man dann seine feuchten Träume sieht, erscheint er uns wieder menschlich, von der Religion entrückt. Auch seine dubiosen Geschäfte sind für uns nichts Neues. Und dann spielt das Schicksal der alte Schalk ihm und uns einen recht amüsanten Streich: eine personelle Verbindung seiner wiederholt gesehenen Träume zu den Absichten des Scheichs, ihn zu vermählen…
    Von der religiösen Exotik des Fremdartigen gelangen wir in allgemein menschliche Gefilde und werden mit einem Schmunzeln zurückgelassen.