Die 39 Stufen

 GB 1935

The 39 Steps

Thriller 86 min.
7.80
film.at poster

Ein Kanadier begegnet in London einer jungen Frau, die behauptet, von Geheimagenten gejagt zu werden. Er gibt ihr Unterschlupf in seiner Wohnung, findet sie aber am nächsten Tag erstochen vor.

Der Kanadier Richard Hannay ist auf Besuch in London. Nach dem turbnulenten Ende einer Varieté-Show läuft ihm Annabella Smith in die Arme, die behauptet, von Agenten gejagt zu werden. Weil sie über einen Spionagering, genannt "The 39 Steps", der von Schottland aus Geheiminformationen ins Ausland bringen will, bescheid weiß, soll sie umgebracht werden.

Richard versteckt Annabell in seiner Wohnung, obwohl er ihr die haarsträubende Geschichte zuerst nicht glaubt. Als er in der Nacht erwacht und Annabell erstochen vorfindet, ist er unversehens bis über beide Ohren in die Geschichte hineinzugeraten, denn um seine Unschuld an dem Mord zu beweisen, muß er versuchen, den Spionagering aufzudecken. Er geht der einzigen Information nach, die er besitzt und macht sich auf nach Schottland, wo eine wahnwitzige Jagd durch die Highlands beginnt.

In The 39 Steps verwendet Hitchcock erstmals das Motiv der double-chase, daß später zu einem seiner Markenzeichen werden sollte: ein Unschuldiger wird eines Verbrechens wegen gejagt, das er nicht begangen hat und muß um seine Unschuld zu beweisen, seinerseits den Schuldigen finden.

Die Wahrscheinlichkeit spielt keine große Rolle im Universum Hitchcocks. Was er genüßlich und mit Meisterschaft ausbreitet ist die rasante Abfolge von verzwickten Situationen, überraschenden Wendungen und Irreführungen, dessen Anlaß nebensächlich ist.

Details

Madelaine Caroll, Robert Donat, Lucie Mannheim
Alfred Hitchcock
Louis Levy
Bernard Knowles
Charles Bennett, Alma Reville

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Liebe in Handschellen
    Was ursprünglich von Altmeister Hitchcock 1935 als Thriller gedacht war, geht heute wohl eher als Agentenspaß durch. Für ihn war es damals eine Fingerübung, denn mehrere Elemente der späteren Klassiker werden hier bereits angedeutet: so hilft dem Helden(Robert Donat) zum Beispiel eine Melodie bei der Lösung seines Problems und ein Ahnungsloser wird in den Schlamassel mit hineingezogen. Es gibt sogar frechen Wortwitz, wenn er den Grips der an ihn gefesselten Dame als ’Elfenbeingewölbe’ bezeichnet. Überhaupt ist die Übernachtungsszene mit Handschellen wirklich lustig. Ansonsten ist die treibende Kraft: Täuschung und Verrat, und aus Vertrauten werden Feinde. Und das Mittel, mit dem die bösen Spione die so wichtigen Informationen versuchen außer Landes zu schaffen, kann auch heute noch als totsicher gelten. Natürlich lassen einen die Studioaufbauten des schottischen Hochlandes schmunzeln, auf denen die Gangster von Klippe zu Klippe springen.

  • Liebe in Handschellen
    Was ursprünglich von Altmeister Hitchcock 1935 als Thriller gedacht war, geht heute wohl eher als Agentenspaß durch. Für ihn war es damals eine Fingerübung, denn mehrere Elemente der späteren Klassiker werden hier bereits angedeutet: so hilft dem Helden(Robert Donat) zum Beispiel eine Melodie bei der Lösung seines Problems und ein Ahnungsloser wird in den Schlamassel mit hineingezogen. Es gibt sogar frechen Wortwitz, wenn er den Grips der an ihn gefesselten Dame als ’Elfenbeingewölbe’ bezeichnet. Überhaupt ist die Übernachtungsszene mit Handschellen wirklich lustig. Ansonsten ist die treibende Kraft: Täuschung und Verrat, und aus Vertrauten werden Feinde. Und das Mittel, mit dem die bösen Spione die so wichtigen Informationen versuchen außer Landes zu schaffen, kann auch heute noch als totsicher gelten. Natürlich lassen einen die Studioaufbauten des schottischen Hochlandes schmunzeln, auf denen die Gangster von Klippe zu Klippe springen.