The Girl in the Sneakers

 Iran 1999

Dokhtari ba kafshhaye katani

Independent 
film.at poster

Dieser bemerkenswerte
Film beginnt in einem schönen Park. Zwei Teenager, ein hübsches
Mädchen und ein großer, nett ausehender Junge, gehen spazieren
und sprechen über die Notwendigkeit, persönliche Träume
zu erfüllen. Der Junge will immer unterwegs sein und gesteht,
dass er gerne eine Gefährtin auf seinen Reisen hätte. Wer
wäre besser dafür geeignet als das Mädchen? Natürlich
müssten sie zuerst heiraten. Während er noch darüber
redet, nähert sich den beiden ein bärtiger Mann, der sie
höflich, aber bestimmt fragt, ob sie verwandt seien. Das nächste,
was man sieht, ist, dass die beiden ins Gefängnis gebracht werden.
Denn der Park befindet sich in Teheran, wo der von keinem Erwachsenen
begleitete Spaziergang zweier Teenager als Grund für eine Verhaftung
ausreicht.
Tadais Eltern reagieren hysterisch und hart. Sie zwingen sie, sich
einem Test zum Nachweis ihrer Jungfräulichkeit zu unterziehen,
und sie beschuldigen einander, nicht besser auf sie aufgepasst zu
haben. Von nun an, so lassen sie Tadai wissen, werde sie von ihrer
Mutter zur Schule gebracht, und ihr Vater werde sie abholen. Das Verhalten
der Eltern kommt nicht aus strenger religiöser Überzeugung,
sondern sie haben Angst, ihr Ruf oder der ihrer Tochter könne
Schaden erlitten haben. Am nächsten Tag, als die Mutter Tadai
zur Schule gebracht hat, beschließt diese, wegzulaufen. Sie
streift durch das weitläufige und hektische Teheran. Aber bei
aller Unabhängigkeit ist Tadai doch ein gut behütetes Mädchen
aus der Mittelschicht. Sie muss feststellen, dass sie, plötzlich
ganz auf sich allein gestellt, doch verwundbarer ist, als sie angenommen
hatte.
Regisseur Sadr-Ameli bleibt fair in seiner Darstellung der Polizisten
und der Eltern. Sie leben in einer Gesellschaft, die von den Regeln
einer äußerst konservativen Religion diktiert wird. Basierend
auf einer wahren Geschichte und getragen von der preisgekrönten
Leistung Pegah Ahangaranis in einer sehr schwierigen Rolle, ist dies
ein beeindruckendes Werk, in einem Atemzug zu nennen mit den stärksten
der neorealistischen iranischen Filme der letzten Jahre. (Kevin Thomas)

Details

Pegah Ahangarani,Majid Hajizadeh,Akram Mohammadi,Abdolrzea Akbari
Iraj Panahi,
Dariush Ayyari,
Peyman Qasemkhani,Fereydun Farhudi,

Kritiken

Kinoprogramm

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