The Velvet Vampire

 USA 1971
Horror 80 min.
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Die lesbische Vampirin Diane Le Fanu lernt auf einer Kunstausstellung in der Galerie Stoker ein junges Paar kennen, das sie auf ihren luxuriösen Landsitz in der Wüste lockt. Als das neugierige Paar die wahre Natur ihrer Gastgeberin und die Gefahr erkennt, versucht es zu fliehen. The Velvet Vampire schließt mit einer großartigen Verfolgungsjagd durch die Straßen von Los Angeles. The Velvet Vampire war zwar kommerziell weniger erfolgreich als sein Vorgänger The Student Nurses, ist aber bis heute ein Programmkino-Kultfilm. Dieser bemerkenswerte, in Südkalifornien angesiedelte Vampirinnenfilm macht sich über die sexuellen Konventionen seiner Zeit lustig und dreht dabei die klassische Erwartungshaltung der Vampir-Mythologie - die Frau in der Opferrolle - um. Komische Umkehrungen könnte man sozusagen als Markenzeichen von Rothmans Filmen bezeichnen, kombiniert mit einer spielerischen Herangehensweise an Stereotypen und Klischees, die es ermöglichte, gegenüber den eher voyeuristischen und sadistischen Vergnügungen des Genres den Spieß umzudrehen. (Pam Cook) Rothman hatte mit The Student Nurses überraschend viel Geld eingespielt, sodass Roger Corman sie damit beauftragte, für New World Pictures einen Vampirfilm zu drehen. Mit The Velvet Vampire ist ihr dies auch auf ungewöhnliche und vielschichtige Weise gelungen: Rothman inszeniert einprägsame Bilder zu genialer psychedelischer Musik, die sich von spielerischer Zärtlichkeit über bedrohliche Nervosität bis hin zu apokalyptischen Kaskaden steigert. The Velvet Vampire steckt voller amerikanischer Mythen, Traumata, Ängste, Drogenvisionen, Hippiefantasien und Beschwörungen, sowohl des naiven, guten Amerika wie auch des amerikanischen Alptraums. (Wolfgang PistobpIch möchte nicht behaupten, dass The Velvet Vampire, mein einziger Horrorfilm, irgendeine offensichtlich feministische Botschaft enthält, außer dass der Vampir eine Frau ist und auch männliche Opfer in Ohnmacht fallen (was ich nicht unbedingt als feministisches Statement werten würde). Mit diesem Film habe ich mir eine ideologische Auszeit gegönnt, um ein wenig mit den surrealen Möglichkeiten, welche die Geschichte eines übernatürlichen Wesens bietet, herumzuspielen. (Stephanie Rothman)In Anwesenheit von Stephanie Rothman.

(Text: Viennale 2007)

Details

Michael Blodgett (Lee Ritter), Sherry Miles (Susan Ritter), Celeste Yarnall (Diane Le Fanu), Paul Prokop (Cliff), Gene Shane (Carl Stoker), Jerry Danniels (Juan)
Stephanie Rothman
Roger Dollarhide, Clancy B. Grass
Daniel Lacambre
Stephanie Rothman, Maurice Jules, Charles S. Swartz

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