Toto der Held

 B/F/D 1991

Totò le héros

Tragikomödie 85 min.
7.70
Toto der Held

Ein alter Mann sinnt auf Rache, weil man ihn als Kind mit einem Nachbarssohn vertauscht und so um das Glück seines Lebens betrogen hat.

Details

Michel Bouquet, Jo de Backer, Thomas Godet, Gisela Uhlen u.a.
Jaco van Dormael
Pierre van Dormael
Walther van den Ende
Jaco Van Dormael

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Verlorenes Glück
    Vertauschte Babys, verlorene Kindheit, versäumtes Glück. In der Machart erinnert der Film im Grunde an Comics. Hier werden alle im Wege stehenden Hürden leicht überwunden und es gibt schrille Einblendungen neben makabren Szenen. Doch das traurige Gesicht von Michel Bouquet und die stillen Rückblenden im Gefängnis geben psychologische Tiefe. Darin spiegelt sich der ganze Frust über sein unglückliches Leben. Die unerwarteten Schnitte machen die Erzählweise interessant. Ein verdecktes Gesicht, eine Gestalt von hinten und immer wieder zurück zu Michel Bouquet. Die Kernaussage wird in Ringform gestaltet, sodass man erst am Ende die Leiche erkennen kann. Aber bereits vorher ahnt man das Unmögliche des Unterfangens. Man kann die geraubte Jugend nicht zurückholen. Nur der Kinderwunsch ist verständlich: einmal ein Held zu sein. Am Ende ist der Rachefeldzug etwas unübersichtlich und die häufigen Verwechslungen verwirren etwas. Wichtig wird die Erkenntnis, dass das beneidenswerte Leben des anderen gar nicht so erstrebenswert ist. Schließlich gibt es eine erstaunliche Lösung, die von der ursprünglichen Absicht des ’Helden Toto’ etwas abweicht. Ein gefühlvoller Mix aus Kinderträumen, verpassten Gelegenheiten und späten Einsichten. Schön, schrill und irgendwie anders.