Trafic - Tati im Stoßverkehr

 F 1971

Trafic

Komödie 92 min.
7.30
Trafic - Tati im Stoßverkehr

Hulots Fahrt wird zu einer langen, komischen Odyssee ans Ende der Technik.

Hulot arbeitet als Werbefachmann in der Autobranche und soll zusammen mit Kollegen zum Amsterdamer Autosalon fahren, um dort das Modell eines neuen Campingwagens vorzustellen.
Die Widrigkeiten des Autoverkehrs, das Chaos auf den Straßen, Unfälle und die seltsamsten Auswüchse der Automobilisierung verhindern die erfolgreiche Reise.

«Trafic», hat einmal ein Kritiker gesagt, sei «reiner Jazz». Die Autos die Instrumente eines wahnsinnigen Orchesters, verschlungen in den wunderlichsten Dissonanzen. Zugleich ist "Trafic" ein prophetischer Film über die Zukunft der menschlichen Mobilität, über die Bewegung, den Stillstand und die Katastrophe. Und ein Film voll wunderbarer Einfälle, sarkastischer Beobachtungen und befreiendem Humor.

Details

Jacques Tati, Maria Kimberly, Marcel Fraval, Honoré Bostel, François Maisongrosse, Tony Knepper
Jacques Tati
Charles Dumont
Eduard van der Enden, Marcel Weiss
Jacques Tati, Jacques Lagrange, Bert Haanstra

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Verdammt lang her
    Jacques Tati hat notgedrungen einen letzten ‘Monsieur Hulot‘ nachgeschoben. Es ist vergleichsweise fast schon peinlich, wie der sonderbare Komiker hier versucht seine einmal bewährten Späße nochmals aufzuwärmen. Doch hier fehlt es ihm an Ideen. Der weitgehend sinnfreie Streifen hat mit dem Auto und seinen Fahrern zu tun. Wiederholungen sind eine Basis um Komik zu erzeugen. Nasepopeln, konzertiertes Türen knallen oder den Hut aus dem Ersatzrad holen. Allein Tatis Soloauftritte erfreuen die Fans von einst, weil er immer noch das alte Outfit: Hut, Pfeife, Trenchcoat und Hochwasserhosen trägt. Auch seine wirre etwas unkoordinierte Gestik ist ganz nett. Ermüdet aber auf die Dauer. Die kleinen Gags wie das ausziehbare Camping Auto mit Dusche, Elektrorasierer und ausfahrbarem Bett sind im Grunde überholt. Und das dauernde unverständliche Gequassel der Akteure ist ebenfalls ohne Einfälle. Sie selbst agieren amateurhaft. Alles gleicht sich so sehr, dass das Gähnen kaum zu unterdrücken ist, zumal man weiß ja, dass es ansteckend ist. Und wenn die Fahrer ein Gähn Marathon hinlegen, muss man halt mitmachen. Ach das waren noch Zeiten, als Monsieur Hulot Ferien machte. Frisch und unverbraucht und völlig anders als Chaplin, Keaton oder Pierre Richard.
    Hier sind seine Gags wie abgestandenes Bier, schal und eigentlich sinnfrei. Nur weil man seine klassischen Marotten kennt, kann man hier und da vor lauter Nostalgie über Altbekanntes schmunzeln. Und wenn man auf die Kopie bläst, steht man in einer Staubwolke. K.V.