Travail

2001

Independent

Es ist faszinierend, wie Otani aus einer scheinbar schlichten Grundkonstellation einen genialen Suspense-Beziehungsthriller entwickelt. Man sitzt gebannt im Kinosessel, obwohl die Frage nicht lautet: Wer hat wen ermordet?, sondern: Wer bleibt wenn überhaupt mit wem zusammen? Die Gegenüberstellung des shogi-Spiels, das ein Höchstmaß an Ausgeglichenheit, Ruhe und Konzentration erfordert, und des turbulenten Privatlebens der beiden Schwestern sorgt für ein komplexes Geflecht an Handlungssträngen, die nie dort enden, wo man es vermuten würde. Die täglichen Konfrontationen zwischen den unterschiedlichen Zweier-Kombinationen spitzt Otani virtuos zu, bis kein Ausweg mehr möglich scheint. Man kann die Emotionen, die von der Leinwand ausstrahlen, beinahe körperlich spüren: Kino der Gefühle, überaus eindringlich. (Andreas Ungerböck)

  • Regie:Kentarô Ôtani

  • Kamera:Kazuhiro Suzuki

  • Autor:Kentarô Ôtani

  • Musik:Tadashi Ueda

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